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    Zuletzt aktualisiert: 17.05.2010 um 12:12 UhrKommentare

    Endstation Sehnsucht

    Mit Leiner und C&A denken die letzten Großen in der Annenstraße an Flucht. Ende Mai beginnt die dreijährige Baustelle samt Totalsperre. Dennoch gibt die Händlerschaft nicht auf.

    Die Zukunft im Auge: Kurt Otter

    Foto © ScheriauDie Zukunft im Auge: Kurt Otter

    Das wird eine Monsterbaustelle. Ein Loch, das, was in der Meile noch an Shopping-Leben übrig ist, verschlingt? Ab 24. Mai wird der Autoverkehr zwischen Babenberger Straße und Bahnhofsgürtel gesperrt. Bis 2013 gibt es zwar Ausweich- und Ausfahrtsrouten, aber die Annenstraße wird Sackgasse.

    Trotz aller Bürger-Info-Runden liegen die Nerven blank. Bei den Händlern steht dem Prinzip Hoffnung die Existenzangst im Wege. Was diese verschärft: Leiner überlegt, seine Immobilie, die genau in der Sperrzone liegt, zu verkaufen und auf der grünen Wiese neu zu bauen. Auch C&A soll an Flucht denken, ist man am Gürtel doch nur eingemietet.

    Zieht Leiner die Filiale ab?

    C&A hält sich bedeckt. Auch die Immobilienchefin bei Leiner, Elisabeth Sorger, bleibt vage: "Wir überlegen, noch ist alles offen." Für beide Unternehmen war das geplatzte ECE-Projekt der Weisheit letzter Schluss: C&A wäre abgespeckt ins Shopping-Center gezogen, Leiner wollte seine schwierige - auf zwei Häuser aufgeteilte - Situation, die Frequenz und die Garagenlösung verbessern.

    "Flüchten die letzten Großen, ist das das Todesurteil für die Straße", warnt SP-Klubchef Karl-Heinz Herper. Bürgermeister Siegfried Nagl müsse mit diesen rasch verhandeln. Dieser hat genau das vor und beschwichtigt: "Ich glaube nicht, dass Leiner und C&A den Standort aufgeben." Ein Lichtblick: Die Wiener Städtische will ihre von Saturn, Hervis und vielen anderen verlassene Annenpassage noch einmal "hochfahren", hört man.

    Der Politik ist klar: Dieser Umbau ist die letzte Chance, die Straße flott zu kriegen. 95 Millionen Euro werden verbaut. Der Großteil im Tram-Tunnel unter dem Gürtel und vor dem Bahnhof. Fünf Millionen steckt die Stadt in die Gestaltung der Annenstraße: Mehr Grün, die Aufwertung von Esperantoplatz, "Aufenthaltsbuchten" und breite Boulevards sind geplant. Nach der dreijährigen Sperre wird die Meile stadteinwärts zur Einbahnstraße.

    Drei Jahre Durststrecke - kann man da noch überleben? Der Obmann des Vereins Einkaufszentrum Annenstraße, Kurt Otter, sagt Ja. Weil man ohnehin keine Alternative hat. Die ins Haus stehende Sperre der Babenberger Straße nach Pfingsten treibt ihm den Angstschweiß noch nicht auf die Stirn, aber: "Wenn für die Gestaltungsmaßnahmen vor unserer Tür aufgegraben wird, dann wird es sicher sehr hart. Obwohl: Von Laufkundschaft leben wir ja schon jetzt nicht, uns halten die Stammkunden aufrecht."

    Bau-Zaungäste erwünscht

    Otter verharrt an der "Endstation Sehnsucht". Noch lebt die Vision von der lebendigen Straße: "Bangen und Hoffen ist seit Jahren unser Leben hier." Nun wieder in heftigeren Schüben: "Vielleicht kommen ja viele Menschen zu uns Baustelle-Schauen, wie damals bei der Kastner-Garage."

    Nagl und Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker versprechen, die Händler nicht im Stich zu lassen. Es wird Förderungen geben, eine Baustellenbegleitung. Und der Kunstverein < rotor > belebt das Viertel. Aber das ist eine andere Geschichte...

    BERND HECKE

    Fakten

    3 Jahre Baustelle: ab Juni Sperre der Annenstraße (von Gürtel und Babenberger Str.) Ab 2013: Einbahn stadteinwärts.

    95 Millionen Euro kosten Verkehrsknoten und Straßenumbau.

    127 Parkplätze gehen im Viertel verloren.

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