Sie rücken die schönsten Seiten des Landes ins Bild
Das Filmemacher-Paar Renate und Andreas Meschuh wurden für ihren "Steiermark Film" mehrfach preisgekrönt.

Foto © David BauerFeingefühl in der Annäherung an den Menschen: Darauf kommt es Andreas und Renate Meschuh in ihren Dokus
Der aufmerksame Blick für filmreife Szenen ist ihnen anzusehen. Sie denken großteils in Bildern und Kameraeinstellungen, erzählen Renate und Andreas Meschuh schmunzelnd. Das Filmemacher-Paar räumte nun mehrfach Preise bei internationalen Bewerben ab.
Mit ihrem "Steiermark Film" im Auftrag des heimischen Tourismus haben die beiden die besten Seiten des Bundeslandes - in allen Jahreszeiten und Regionen - ins Bild gerückt. Eineinhalb Jahre und 1000 Stunden Filmmaterial stecken in dem Werbespot, den es auch in einer 3D-Version gibt. Dafür wurde das Paar jetzt mit dem ersten Platz beim Internationalen Tourfilmfestival in Riga sowie Silber beim Tourismus Filmfestival Berlin und bei den internationalen Wirtschaftsfilmtagen in Wien ausgezeichnet.
"Zuerst habe ich Musik- und Tonregie geschrieben, dazu haben wir die Bilder entwickelt", verrät der Hobbymusiker Andreas Meschuh, der für Kamera und Regie verantwortlich zeichnet. Seine Frau ist für die Produktionsleitung zuständig. "Wir sind ein eingespieltes Team und verstehen uns beim Dreh ohne Worte", sagt die ehemalige Lehrerin.
Dokus und Musik-Videos
Seit 20 Jahren arbeitet sie mit ihrem Mann zusammen. Im Jahr 1996 haben sie sich mit ihrer Firma Art-Media selbstständig gemacht und später das Film-Netzwerk "Annenhof" gegründet.
Das Zweier-Gespann hat auch das Video für den EAV-Song "Neue Helden braucht das Land" gedreht. "Die Band ist zu uns gekommen, unglücklich mit dem Video einer anderen Firma. Eine Nacht lang sind wir mit Thomas Spitzer zusammengesessen, dann stand das Konzept", erzählt Renate Meschuh.
Viel Herzblut steckt das Paar auch in die Dokumentation, die es etwa für den ORF dreht, wie aktuell den Film "Begegnungen" über ein Hilfsprojekt mit Flüchtlingen und Künstlern. Auf der Liste ihrer Werke finden sich zudem eine Doku über ein Chick Corea-Konzert oder der Diagonale-Film "Verschleissteile".
Zum Abschalten ziehen sich die beiden gern in ihre Heimat Obergoggitsch bei Graz zurück, aber: "Die Kamera haben wir immer im Kofferraum."

















