Energie und Ideen: 1000 neue Jobs für die Steirer
Neue Energie-Stiftung: Im ersten Jahr belaufen sich Kosten auf 860.000 Euro. Unternehmen tragen einen großen Teil davon.

Foto © Dudarev Mikhail - FotoliaIm Bereich der erneuerbaren Energie sieht Umweltlandesrat Manfred Wegscheider "einen riesigen Wachstumsmarkt"
GRAZ. Betriebe, die steirische Landesregierung und das AMS ziehen an einem Strang. Ziel ist es, im Bereich der Energie und der damit verbundenen Technologien in den nächsten sechs Jahren 1000 von den Unternehmen garantierte Arbeitsplätze einzurichten. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich im ersten Jahr auf 860.000 Euro.
Viele Arbeitsplätze, meint Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser, die durch die Krise verloren gegangen sind, "werden auch in Zukunft nicht mehr vorhanden sein". Dennoch gibt es in der Steiermark sehr gute Chancen im zukunftsorientierten Energiesektor, wie z. B. bei der Sanierung von Wohnbauten, Heizungsanlagen, im Ausbau der Bio- und der Solarenergie, bei Wasserkraft, Fernwärme und Fotovoltaik.
Im Bereich der erneuerbaren Energie sieht Umweltlandesrat Manfred Wegscheider "einen riesigen Wachstumsmarkt". Innerhalb der letzten fünf Jahre seien 8000 Arbeitsplätze entstanden, für heuer zeichne sich ein Zuwachs um 1600 ab.
Fachkräfte gesucht
Die Eco-World Styria, ein Netzwerk von 150 Unternehmen in der Umwelttechnologie, rechnet in der Steiermark bis 2020 mit einem Bedarf von 20.000 Arbeitskräften. Auf dem Arbeitsmarkt sind diese Fachkräfte nicht zu finden.
Einen Lösungsansatz bietet das Mobilitätszentrum Energie, das jetzt im Mai startet und bis April 2016 terminisiert ist. Die Form ist eine Implacement-Stiftung, die "treffsicherste Maßnahme im Arbeitsmarkt", erklärt AMS-Steiermark-Chef Karl-Heinz Snobe. 60 bis 95 Prozent der Teilnehmer würden ihren zugewiesenen Job behalten. Implacement bedeutet, dass Arbeitsuchende in Absprache mit Unternehmen exakt auf die fachlichen Bedürfnisse hin ausgebildet und geschult werden. Das komme, meint Schrittwieser, einer Arbeitsplatzgarantie gleich. "Welcher Betrieb trägt schon die Kosten mit und nimmt die Fachleute dann nicht auf?"
Das Mobilitätszentrum soll auch den strukturellen Umbau der steirischen Wirtschaft unterstützen und startet heuer mit 100 Teilnehmern. Von den Kosten tragen im ersten Jahr die Unternehmen 205.000 Euro, das Land Steiermark 150.000 und das AMS 105.000 Euro. Der zusätzliche Aufwand an Arbeitslosengeld für die Teilnehmer an der Stiftung wird mit rund 400.000 Euro beziffert.
















