"Formatierte Gülle" gibt es keine von ihnen
Kölsch-Rock vom Feinsten. BAP wieder auf Tour. Am 7. Mai in Feldkirchen, am 8. Mai im Orpheum Graz.

Foto © APAWolfgang Niedecken, BAP-Frontmann
Es ist "Verdamp lang her", dass die Band BAP in Österreich vorbeigeschaut hat, aber an das Graz-Konzert kann sich Frontmann Wolfgang Niedecken noch gut erinnern. "Das war doch auf einer wunderschönen Bühne, oben auf einem Berg." Genau, die Bühne heißt Kasematten, der Berg Schloßberg.
Jetzt rollt das Rock-Urgestein wieder auf uns zu. Und was wir hören werden, wird sich nicht wesentlich von dem unterscheiden, was wir seit fast 35 Jahren von der Truppe gewohnt sind: Erdige, ehrliche Musik, engagierte Texte und - vor allem - kölsche Mundart. "Es gab innerhalb der Gruppe öfter Bestrebungen, auf Hochdeutsch zu singen", erzählt Niedecken. "Aber meine Fraktion hat gesiegt. Das heißt, wir singen natürlich weiter auf Kölsch."
Mit im Gepäck haben BAP das aktuelle Doppel-Album "Radio Pandora". Das Besondere daran: Eine CD ist "Plugged", also mit viel Strom eingespielt; die andere akustisch. Worauf BAP auf beiden Platten verzichten: "Formatierte Gülle", wie Niedecken es nennt. Er meint damit Mainstream-Musik, die aus allen Kaufhäusern dudelt.
Wenn er nicht gerade selbst auf Tour ist, besucht der bekennende Dylanianer Konzerte des Meisters. "Unlängst erst traf ich Dylan hinter der Bühne und überreichte ihm eine seltene Gitarre. Das war schon ein besonderes Erlebnis."
Live: 7. Mai, Stadtsaal Feldkirchen. 8. Mai, Orpheum Graz.
Aktuelle CD: "Radio Pandora". Plugged & Unplugged. EMI
















