Blitze gegen Verkehrschaos
In Zukunft soll der Straßenverkehr in geordneten Bahnen ablaufen. Die Efkon in Graz forscht intensiv daran.

Foto © ScheriauUlz, Pammer, Hribernig kennen sich im Verkehrsgewühl aus
Mit Mautsystemen und der Diskussion um die beste Technologie hat Efkon, ein auf die Verarbeitung von Verkehrsdaten spezialisiertes Unternehmen aus Graz mit weltweit aufgestellten Anlagen, von sich reden gemacht. Positionierte man sich anfangs mit Infrarot-Technik gegen die Konkurrenz, wird heute, ganz auf die Bedürfnisse der Anwender ausgelegt, in den Segmenten Mikrowelle (nicht zum Kochen), Infrarot und Satellitentechnik geforscht und entwickelt, sagt Technikvorstand Raimund Pammer. Er ist seit den Anfängen dabei, gemeinsam mit seinem Partner Helmut Rieder wurde die Efkon 1994 gegründet. Pammer kennt sich aus, er kommt aus der Weltraumforschung, die ein "vielschichtiges, nach allen Seiten orientiertes Denken" erfordere.
Der Wert, den Efkon der Forschung und Entwicklung (F&E) beimisst, lässt sich aus einer Kennzahl ablesen: Mehr als die Hälfte der gut 100 Mitarbeiter in Graz (im gesamten Unternehmen sind es 560) sind in F & E tätig, zwölf bis 14 Prozent des Umsatzes werden investiert. Der Österreich-Durchschnitt liegt bei mageren 2,76 Prozent.
Über den Efkon-Mehrheitseigentümer Strabag sollen Synergien noch stärker gebündelt werden, meint der neue Manager für das International Marketing, Daniel Ulz, den es nach sieben Jahren bei Saubermacher reizte, "Neues kennenzulernen". Seine vorrangige Aufgabe wird es sein, neue Produkte auf den Weltmärkten - ganz banal gesagt - zu vermarkten.
Davon gibt es eine ganze Reihe geheimer Projekte", sagt der Grazer Standortleiter und Entwicklungschef Gerd Hribernig. Einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erwartet sich Pammer in den nächsten Jahren vom digitalen Tachografen, den die EU für Lkw verordnet und wo man nur Continental als Konkurrenten sieht. Die große Herausforderung für die Zukunft ist aber, erklärt Hribernig, die "intelligente Verkehrskommunikation" nach dem Motto, "die Straße spricht mit dem Auto". Die Technik basiert auf Infrarotblitzkameras, soll Verkehrsströme in Städten lenken, Verkehrschaos so verhindern.















