Grabner mit erstem Play-off-Treffer für Vancouver
Der Villacher Michael Grabner schoss bei Vancouvers 5:1 in Chicago sein erstes Play-off-Tor. Gratulant: Markus Peintner.

Foto © APAMichael Grabner
Die "Blackhawks" liegen Michael Grabner. Villachs Eishockeyexport in die weltbeste Eishockeyliga hat im letzten Oktober in Chicago seinen ersten NHL-Treffer erzielt, in der Nacht zum Sonntag zum Auftakt der Semifinalserie der Western Conference schoss der 22-jährige Kärntner in den "Jagdgründen" der "Blackhawks" erneut ein Premierentor. Obwohl "Grab" (Spitzname) von Canucks-Headcoach Alain Vigneault wieder im vierten Sturm zum Einsatz kam, wenig Eiszeit erhielt (9:15 Minuten), war sein 5:0 beim überraschend klaren 5:1-Auswärtssieg im ausverkauften United Center von Chicago Grabners erstes Play-off-Goal in der National Hockey League. "Ich freue mich natürlich riesig", strahlte Vancouvers "Rookie" später in die TV-Kameras. Bescheiden bedankte er sich bei "Assistenten" Rick Rypien: "Er hat den Konter eingeleitet, ich brauchte nur mehr einzudrücken." Matchwinner für die Gäste aus der Olympiastadt war Keeper Roberto Luongo, der mit Glanzparaden die Blackhawks zur Verzweiflung brachte. "Luuu" (Spitzname) wehrte 36 von 37 Chicago-Schüssen ab.
Nach dem ungefährdeten Auftakt-Erfolg können die Canucks beruhigter in Match Nummer zwei (Dienstag, 3 Uhr, MESZ) gehen. "Wir führen jetzt einmal mit 1:0, das kann uns niemand mehr nehmen. Der Weg ins Conference-Finale ist aber noch ein langer, ein steiniger", kommentierte der Villacher, dem nach dem Abpfiff ein rot-weiß-roter Nationalteamkollege zu seinem ersten Play-off-Tor gratulierte: Markus Peintner. Der 29-jährige Graz-Stürmer (früher u. a. vier Jahre bei Grabners Stammverein EC VSV) verbringt - nach erfolgreicher B-WM - derzeit einen Überseeurlaub, schaut sich auch einige Spiele der NHL-Entscheidungsphase an. Grabner war über den Besuch des gebürtigen Vorarlbergers ebenso überrascht wie erfreut. Sofort kabelte Grabs nach Hause: "Mama, stell Dir vor - der Peinti hat mir hier in Chicago die Daumen gedrückt." Grabner sen. hatte das Debüt-Goal seines Sohnes selbst "live" via ESPN America miterlebt. "Es war für mich ein schönes Erlebnis". Wäre es nicht 3 Uhr morgens gewesen, hätte Erwin Grabner wohl eine Flasche Sekt aufgerissen, angesichts der fortgeschrittenen Stunden war´s dann nur ein Cappuccino.












