Bischof Kapellari gegen steirischen Sonderweg
Bischof reagiert auf Druck auf die Diözese.

Foto © KanizajDiözesanbischof Egon Kapellari
Erst vor wenigen Tagen brachte ein Treffen von rund 100 Laien sowie Priestern in einer Grazer Pfarre die Idee einer Diözesansynode zur Reform der Katholischen Kirche auf den Tisch.
Am Mittwoch reagierte Diözesanbischof Egon Kapellari auf diesen Vorschlag. Mit klaren Worten sprach er sich gegen einen steirischen Sonderweg bei der Kirchenreform aus. Weiters kündigte er Widerstand dagegen an, "dass Gruppen oder einzelne Personen im klaren Gegensatz zur Kirchenverfassung Druck auf die Diözese ausüben" und ihr den weiteren Weg vorschreiben wollen.
Hans Putzer, Präsident der Katholischen Aktion Steiermark, der selbst bei diesem Treffen anwesend war, beruhigte: "Wir wollen Reformen nur mit dem Bischof machen."
Für ihn stelle sich aber die Frage, wer den Reformprozess in Gang bringen soll. Derzeit komme der Druck eher von den Rändern her. "Ich persönlich halte es für klüger, dass Reformen aus der Mitte kommen", sagte Putzer. Zwar räumte er ein, dass Reformen Zeit bräuchten, doch hätten Priester und Laien "jetzt Sorgen, wir befinden uns in der größten Krise der steirischen Kirche seit Menschengedenken".
















