Blitzstart bei Handyparken
Zufriedenstellende Bilanz nach einem halben Jahr. Im März wurden in Graz schon fast 13.000 Parktickets per Mobiltelefon bezahlt.

Foto © BauerDer größte Vorteil des Handyparkens in Graz ist die minutengenaue Berechnung der Parkgebühr
Rund zwei Prozent aller Parkvorgänge in den gebührenpflichtigen Parkzonen in Graz wurden im vergangenen März per Handy abgewickelt. Sieht auf den ersten Blick nicht gerade umwerfend aus. Die Verantwortlichen für das Handyparken ziehen trotzdem zufrieden Halbjahresbilanz. "Die Zahl der Nutzer ist ständig im Steigen", freuen sich Gottfried Pobatschnig vom Parkgebührenreferat und Parkraummanager Günter Janezic.
Rund 4000 Nutzer haben sich bei den vier Anbietern seit dem offiziellen Start am 13. Oktober des Vorjahres registrieren lassen. Detailliert erfasst sind aber die Zahlen der Parkvorgänge: Waren es im November 2009, dem ersten vollen Monat, 5967 mit dem Mobiltelefon gelöste Parktickets, stieg diese Zahl im März 2010 schon auf 12.713 Vorgänge. Wobei vor allem der Sprung von 9055 im Februar 2010 auf den März bemerkenswert ist.
Ein Vergleich mit Wien, wo das Handyparken schon einige Jahre läuft und man mittlerweile bei einem Anteil von rund 30 Prozent ist, sei nicht zulässig, meint Janezic: "In Wien gibt es schließlich ja keine Parkscheinautomaten, dort muss jeder Parkschein im Geschäft gekauft werden."
Laut einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Befragung ist bei 80 Prozent der Zonenparker das Handyparken bekannt. Günter Janezic: "Offensichtlich haben aber viele noch eine Hemmung, dieses Service, das vor allem die minutengenaue Berechnung der Parkgebühr ermöglicht, zu nützen." Das Ziel sei, dass in zwei Jahren um die fünf Prozent der Parktickets über das Handy gekauft werden.

















