Kernöl ist teuer wie noch nie
Steirisches Kernöl ist derzeit Mangelware. Ein Liter kostet bis zu 23 Euro. Nun rüsten die Bauern mit größeren Anbauflächen nach.

Foto © Erwin ScheriauSteirisches Kürbiskernöl wird derzeit zur Mangelware
Die kulinarischen Ölquellen plätschern nur zaghaft vor sich hin: Steirisches Kürbiskernöl wird derzeit zur Mangelware.
"Heuer fehlen uns ein bis zwei Millionen Kilo Kürbiskerne. Damit haben wir rund 500.000 Liter Öl zu wenig", erklärt Bernhard Glawogger vom Erzeugerring Steirisches Kürbiskernöl. Der Betrag entspricht einem Viertel der üblichen Produktionsmenge - zwei Millionen Liter Kernöl werden in der Steiermark durchschnittlich pro Jahr hergestellt.
Preis
Damit klettert der Preis für das steirische Vorzeigeprodukt auf ein Rekordhoch. Bezahlte man in den letzten Jahren rund 15 Euro pro Liter, sind es derzeit im Schnitt 18 bis 20 Euro, erklärt Franz Labugger, Obmann der steirischen Kernölbauern. Sogar Ausreißer von bis zu 23 Euro sind möglich.
Schuld daran sind großteils die Wetterkapriolen der vorigen Saison. "Wir hatten einen Ernteausfall von 30 bis 40 Prozent", bilanziert Labugger. Dazu kommt, dass auch aus dem Jahr zuvor keine Kerne mehr vorhanden waren. Gleichzeitig haben viele Bauern vom Kürbis- auf Maisanbau umgesattelt, denn mit Mais war ein höherer Kilopreis zu erzielen.
Mehr Fläche
Nun aber heißt es: Kommando retour, denn die Nachfrage ist gestiegen. Somit werden die Anbauflächen für Kürbis in der kommenden Saison um 20 Prozent vergrößert. "Von derzeit 12.000 Hektar steiermarkweit steigern wir auf voraussichtlich 15.000 Hektar", erklärt Labugger. Vor allem im Raum der West- und Oststeiermark sei man noch ausbaufähig. "Die Bauern schließen jetzt schon Verträge ab und wissen somit, was sie im Herbst bekommen", so der Obmann.
Gute Nachrichten sind das nicht nur für alle Liebhaber des steirischen Markenproduktes mit dem Gütesiegel g.g.A. Auch der Engpass bei Knabberkernen wird sich damit beheben.
















