Grazer verlieren an Boden - Hölzl erlitt Schulterluxation
Sturm holt in Mattersburg nur ein torloses Remis und verliert Punkte auf die Wiener Austria. Andreas Hölzl erlitt eine Schulterluxation, die Saison dürfte für den Tiroler zu Ende sein.

Foto © APAAndreas Hölzl erlitt eine Schulterluxation
Mit einer Nullnummer bei Mattersburg hat der SK Sturm im Kampf um den dritten Tabellenplatz wieder an Terrain verloren, liegt sechs Spiele vor Saisonende acht Zähler hinter der drittplatzierten Wiener Austria (60 Punkte).
Dabei hat Sturm-Trainer Franco Foda ordentlich am "Kader-Kreisel" gedreht und änderte in Mattersburg gleich neun Positionen. Nur Gratzei und Schildenfeld blieben vom Kärnten-Spiel "über". Jantscher und Hlinka waren gesperrt, Beichler zwicken die Adduktoren. Geholfen hat es nicht, es gab keinen Sieg. Und viel schlimmer: Andreas Hölzl verletzte sich schwer.
Hölzls Schulter ausgerenkt
Der Tiroler im Grazer Trikot fiel bei einem Laufduell mit Pauschenwein in der 17. Minute so unglücklich, dass er sich die Schulter auskegelte. Die Versuche, die Schulter noch am Feld bzw. in der Kabine wieder einzurenken, blieben erfolglos. Hölzl wurde ins Krankenhaus nach Eisenstadt gebracht. ÖFB-Teamarzt Ernst Schopp, der im Pappelstadion war, erklärte: "Im Spital wird die Schulter unter Narkose eingerenkt. Unter Narkose deshalb, weil der Körper entspannter ist und das Gelenk weniger Schaden erleidet."
Während Hölzl behandelt wurde, blieben alle Versuche seiner Mannschaftskollegen, drei Punkte aus dem Pappelstadion mitzunehmen, erfolglos. Die Grazer kontrollierten die Partie zwar über weite Strecken, spielten aber wie schon gegen Kärnten nicht mit letztem Nachdruck. Zumindest hatte es mitunter diesen Anschein. Chancen wurden leichtfertig vergeben, die gut gespielten Bälle - meist von Weber - konnten nicht im Netz untergebracht werden. Erst im Finish kam mit den Einwechslungen von Haas und Lavric mehr Bewegung ins Spiel der Steirer.
Aber auch Mattersburg kam zu guten Chancen. Ein Naumoski-Kopfball (81.) knallte an die Unterseite der Latte. Der Torjubel von Malic (84.) kam zu früh, weil sein Mannschaftskollege im Abseits gestanden war. Schiedsrichter Schörgenhofer bewies dabei ein besseres Auge als sein Kollege Drabek mit Assistent Zauner beim 0:1 gegen die Austria und gab den Treffer nicht.
Fazit: Sturm wird sich über die Meisterschaft wohl nicht für Europa qualifizieren. Das Cup-Halbfinale am Mittwoch in Ried ist Sturms erstes "Endspiel".
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Ergebnis:
SV Mattersburg - SK Sturm Graz Endstand 0:0.
Pappel-Stadion, 5.500, SR Schörgenhofer.
Mattersburg: Bliem - Farkas, Chrappan (57. Sedloski), Malic,
Pauschenwein - Spuller, Seidl, Mörz, Salamon - Waltner, Naumoski
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki -
Hölzl (23. Prawda), Foda, M. Weber, Salmutter - Muratovic (72. Haas)
- Kienast (81. Lavric)
Gelbe Karten: Mörz, Malic bzw. keine
Die Besten: Bliem, Seidl, Spuller bzw. Salmutter, Kienast














