Steiermark ist Land der Erfinder
Die TU Graz liegt an erster Stelle des Uni-Erfindungsrankings des Österreichischen Patentamts, das nun erstmals erstellt wurde. AVL List IST erneut das innovativstes Unternehmen.

Foto © Scheriau/SujetTU Graz ist Spitzenreiter beim Uni-Ranking
Die Steirer führen die Liste mit acht erteilten Patenten bzw. Gebrauchsmustern an. Knapp dahinter folgt die Technische Universität Wien (7). Auf Rang drei liegt die Universität Innsbruck (3). Insgesamt haben die heimischen Universitäten im Vorjahr 25 Patente angemeldet und wären somit in Summe quasi das zweitinnovativste Unternehmen in Österreich.
Innovative Unternehmen
Das innovativste Unternehmen kommt ebenfalls aus der Steiermark. AVL List führte auch 2009 das Ranking mit 60 erteilten Erfindungen an, gefolgt von Vaillant Austria (23). Siemens (21) ist vom zweiten auf den dritten Platz abgerutscht. Auf Rang vier gereiht wurde Fronius International (19), das Austrian Institute of Technology (17), Engel Austria (15), Julius Blum (13), Andritz (13), F. Plasser (11) und die Lenzing Gruppe (11).
Das Thema sei für die Universitäten ein relativ junges, aber wichtiges Thema, betonte Hans Sünkel, Rektor der TU Graz und Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des Patenamtes. Je mehr Hochtechnologie es gebe, umso bedeutender würden auch Patente, die zudem auch bei Neuberufungen an den Universitäten eine Rolle spielten.
Die 25 Patentanmeldungen der heimischen Universitäten sind für Sünkel zwar eine gute Nachricht, es gebe aber noch deutliches Wachstumspotenzial. Ein Land wie Österreich könne es sich nicht leisten, im Mittelfeld oder an der Basis zu sein, an der Spitze hätten nur die Besten eine Chance. Im Jahr 2008 hat die TU Graz aber noch 23 Anmeldungen gehabt. Die Universitäten hoffen nun auf 100 Mio. Euro, die die ÖVP aus Einnahmen von geplanten neuen Öko-Steuern für Unis, Fachhochschulen (FH) und Wissenschaft ab 2011 zur Verfügung stellen will.
Infrastrukturministerin Doris Bures (S) erklärte zum heutigen Jahresbericht des Patentamtes in einer Pressemitteilung, dass Österreich bei der Innovationsleistung im internationalen Spitzenfeld liege und sie auch deshalb so wichtig sei, weil sich die Unternehmen damit einen immensen Startvorteil für die Zeit nach der Krise verschafften. Damit die heimischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb der Zukunft bestehen könnten, müssten die Forschung und Technologieentwicklung gefördert werden - gerade in den kleinen und mittleren Unternehmen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft sind. "Denn die Forschungsausgaben von heute schaffen die Arbeitsplätze von morgen", betonte die Ministerin.














