Revancheakt gegen Leiter des Journalismus-Lehrgangs?
Anzeige wegen Urkundenfälschung könnte ein Racheakt wegen einer Kündigung im Vorjahr sein.

Foto © KanizajUnruhe an der FH Joanneum
Höhepunkt einer Serie von Intrigen am Studiengang Journalismus der Fachhochschule Graz: Am Freitag traf bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen den Studiengangsleiter wegen Urkundenfälschung beim Aufnahmeverfahren ein, wie Manfred Kammerer, Sprecher der Staatsanwaltschaft, der Kleinen Zeitung bestätigte. Eingebracht wurde die Anzeige von Gregor Kohlbacher, Rechtsanwalt in Graz.
Es dürfte sich dabei um einen eingefrorenen Posthornton aus dem Vorjahr handeln: Im Zuge eines Prüfberichtes der Internen Revision war das Wort Urkundenfälschung bereits damals im Raum gestanden. Studiengangsleiter Heinz Fischer hatte 2009 selbst die Reform des jahrelang praktizierten Aufnahmeverfahrens eingeleitet. Dennoch wurde ihm im Nachhinein von der Revision verbotene Einflussnahme auf das Aufnahmeverfahren angelastet.
Rektor Karl-Peter Pfeiffer hatte den Vorwurf prüfen lassen, unter anderem auf dem Wege eines Gutachtens des Wiener Arbeitsrechtlers Martin Gerlach. Pfeiffer zur Kleinen Zeitung: "Der Prüfer kam zum Schluss, dass keine Urkundenfälschung vorliegt, aber da will jetzt jemand keine Ruhe geben. Er will Fischer schaden und unserem Image." Der Verdacht liegt nahe, dass der Verursacher nicht (mehr) am Institut beschäftigt ist. Ein Kündigungsverfahren wird derzeit vor Gericht ausgetragen, am 20. Mai ist die nächste Verhandlung.
















