Das kleine Kraftwerk für zu Hause
Ökostrom einmal anders: Zwei Steirer machen Wasser- und Windkraft für jedermann nutzbar. In einem Jahr wollen sie ihre Erfindung in Serie produzieren.

Foto © QPUNKTDie Turbine auf dem Hausdach liefert auch bei wenig Wind Strom
Schuld an der Erfindung war die Wirtschaftskrise. Denn eigentlich beschäftigt man sich bei der Grazer Firma "qpunkt" mit Strömungsberechnungen für Autos. "Durch die Krise haben wir aber begonnen, unser Know-how auf andere Bereiche zu übertragen", sagt Geschäftsführer Robert Breinl. Herausgekommen ist eine Anlage, die die Stromgewinnung aus Wind für Einzelhaushalte möglich macht.
Ganz neu ist die Idee nicht. Am Markt kennt man vereinzelt ähnliche Anlagen. "Die sind aber oft nicht ausgereift", sagt Breinl. Hauptproblem ist die Lärmentwicklung und die meist nur geringe Stromausbeute. "Unsere Anlage wird nicht lauter als ein Gespräch im Nachbargarten und liefert auch bei wenig Wind ordentlich Strom", sagt Breinl. Das Geheimnis ist die Ummantelung, die jener einer Flugzeugturbine gleicht. Die Neigung der Rotorblätter wird zudem exakt an die Windgegebenheiten angepasst. Eine Standardanlage soll 4000 bis 5000 Euro kosten und etwa den halben Strombedarf eines Haushalts abdecken. "In der Südsteiermark hat man die Investition in acht bis zehn Jahren herinnen, in Graz etwa in 14 Jahren", rechnet Breinl vor. In einem Jahr will "qpunkt" in Serie gehen. Anfragen gibt es schon. Etwa von Liftbetreibern, die ihre Masten mit den Turbinen ausstatten wollen.
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Auszeichnung
Das Wasserradprojekt wurde für seine Umweltfreundlichkeit von der steirischen Wirtschaftsförderung mit dem Klimabonus ausgezeichnet.
Das Windkraftprojekt bekam, ebenso wie das Wasserrad, Unterstützung durch das SFG-Forschungsförderungsprogramm "Geistes!Blitz".


















