Kampf statt Klasse im Spitzenspiel
Sturm und Rapid trennen sich 1:1. Die Grazer sind in diesem Jahr weiterhin ungeschlagen.

Foto © GEPAKlemen Lavric schoss auch diesmal wieder sein Tor - zum Sieg reichte es trotzdem nicht
Ausverkauftes Haus, tolle Kulisse, beste Stimmung. Es war angerichtet für ein Spitzenspiel. Nur die beiden Hauptprotagonisten machten in diesem Fall nicht ganz mit. Sturm und Rapid zeigten ein mehr von Kampf als Klasse geprägtes Spiel. Kein Wunder. Verlieren verboten hieß das Motto beider Mannschaften. Und dieser "Auftrag" wurde mit dem 1:1-Endstand auch erfüllt.
Mit Rauchzeichen sorgten die Fans in der UPC Arena für einen verspäteten Anpfiff. Das wird teuer. Wahrscheinlich steigen deshalb die Abo-Preise für die kommende Saison. Während die 22 Spieler den Durchblick aber sehr rasch wieder erlangten, tat sich Schiedsrichter Thomas Einwaller recht schwer. Zweimal forderten die Grazer Elfmeter: In der 55. Minute sprang Eder der Ball im Strafraum an die Hand. Und in der 62. Minute wurde Hölzl haarscharf an der Strafraumgrenze gefoult.
Lavric versenkt Elfer
Beim dritten Vergehen innerhalb von zwölf Minuten - Boskovic hat den Ball mit dem Arm berührt - entschied Einwaller dann doch einmal auf Elfmeter. Lavric (67.) verwandelte trocken zum 1:0. Es war das achte Meisterschaftstor des Slowenen in der laufenden Saison.
Matjaz Kek, slowenischer Teamchef, nahm es auf der Vip-Tribüne mit Genugtuung zur Kenntnis. Es sollte nicht der einzige Treffer bleiben, den er und die "Spione" von Auxerre, Stade Rennes, Cottbus, Gladbach, Bochum Verona und Twente Enschede zu sehen bekamen. Rapid-Trainer Peter Pacult setzte im Finish der Partie alles auf eine Karte, spielte mit drei Stürmern. Die Taktik sollte sich bezahlt machen. Jelavic erzielte in der 87. Minute per Kopf das 1:1.
Ein Resultat, das den Salzburgern im Titelkampf in die Hände spielt. Sie können am Sonntag bei der Wiener Austria ihren Vorsprung ausbauen. Sturm bleibt in diesem Jahr weiterhin ungeschlagen und bleibt in der Tabelle vorerst an der dritten Stelle.
Features
Fakten
SK Sturm Graz - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)
UPC-Arena, 15.327 (ausverkauft), Einwaller
Tor:
1:0 (67.) Lavric (Elfmeter)
1:1 (83.) Jelavic
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Prawda -Hölzl, Hlinka, M. Weber, Jantscher - Beichler (46. Muratovic), Lavric(91. Kienast)
Rapid: Hedl - Dober, H. Eder, Soma, Katzer - Hofmann, Heikkinen,Boskovic (69. Gartler), Pehlivan (80. Salihi), Kavlak (58. Drazan) -Jelavic
Gelbe Karten: Beichler, M. Weber bzw. Jelavic, Kavlak, Eder,Pehlivan














