Kampfzone Dom im Berg
Hausherr vs. Clubber: In der Szene brodelt es. Die Streitpunkte: offene Rechnungen, zerstörtes Inventar und der Vorwurf, man wolle das Tanzvolk des Berges verweisen.
Bei "i love ibiza gold" wird heute fremdgetanzt: 1000 werden in der Nacht den "Citypark" stürmen. Nach fünf Jahren im Dom im Berg wandert das Jubiläums-Clubbing aus. Zwar will der Veranstalter im Herbst wieder in den Berg zurückkehren, eine Diskussion wird damit aber ordentlich angeheizt: Stirbt der Berg als Tanzsaal?
Immer wieder wird in der Szene unter vorgehaltener Hand getuschelt, Spielstätten-Geschäftsführer Christoph Thoma wolle das Partyvolk aus dem Haus haben. "Unsinn, wir sind von den Mietern abhängig. Die Herrschaften müssen sich aber an Regeln halten, und das fällt ihnen sichtlich schwer", kontert er.
Zu den Streitpunkten zählen die geltenden Sicherheitsvorschriften. Maximal 600 Personen sind pro Veranstaltung zugelassen, eine bestimmte Zahl an Security ist vorgeschrieben. "Bevor wir den Dom vor eineinhalb Jahren übernommen haben, war es wohl normal, sich darüber hinwegzusetzen", meint Thoma.
Was ihn besonders ärgert, sind seit Monaten offene Rechnungen einiger Veranstalter. "Wir sind jetzt schon im fünfstelligen Bereich. Dazu kommen noch die Schäden, die die Clubber angerichtet haben", klagt Thoma. So sei etwa der Boden völlig demoliert, müsse um 100.000 Euro erneuert werden. Außerdem seien nach jeder durchtanzten Nacht die Toiletten kaputt: "Für die Mieter ist es aber nicht selbstverständlich, die Kosten zu decken."
Verträge wurden noch keine aufgelöst. Sowohl spring10, Elevate, Nukleon, "i love ibiza", "sorry we're minimal" und Passion haben Termine fixiert. Thoma will sich indes um eine neue Zielgruppe kümmern: "Wir versuchen, für Kongresse und Symposien noch attraktiver werden."
















