Feuerwehr musste zum siebenten Mal zu Grazer ausrücken
Bereits zum siebenten Mal innerhalb von nur sieben Monaten hat die Feuerwehr zum Einsatz in die Wohnung eines Grazers ausrücken müssen. Die Hunde des 37-Jährigen hatten Alarm geschlagen.

Foto © Erwin Scheriau/SujetBereits zum siebenten Mal war die Feuerwehr in der Wohnung des Grazers
Bereits zum siebenten Mal innerhalb von nur sieben Monaten hat die Feuerwehr zum Einsatz in die Wohnung eines alkoholkranken Grazers ausrücken müssen. Der 37-Jährige hatte am Dienstag Bohnen in einem Topf auf der eingeschalteten Herdplatte vergessen, wie Polizei und Feuerwehr einen Bericht der "Steirerkrone" vom Mittwoch bestätigten. Der Hund des Nachbarn hatte wegen der Rauchentwicklung Alarm geschlagen.
Der Arbeitslose hatte sich gegen Mittag eine Mahlzeit zubereiten wollen, als er auf seinen Bohneneintopf vergaß und einschlief. Wie schon bei vergangenen Bränden verdankt der 37-Jährige sein Leben vermutlich dem Vierbeiner des Nachbarn, der den Rauch bemerkte und zu bellen begann. Nach der Rettung wurde der Mann zur Beobachtung in das Krankenhaus gebracht.
Fahrlässigkeit
Aufgrund der wiederholten Brände, die er aus Fahrlässigkeit herbeiführte, stellt der Bewohner zunehmend ein Problem für die anderen Mieter dar. Er sei laut Polizei "oft weggetreten". Die Situation wäre sowohl für die Bewohner als auch für den Grazer selbst aus Sicherheitsgründen eigentlich nicht mehr tragbar. Deshalb schalten die Nachbarn nun das Sozialamt ein und suchten das Gespräch mit dem Bezirksvorsteher. "Ich könnte dort nicht leben und nachts ruhig schlafen," räumte auch dieser Handlungsbedarf gegenüber der APA ein.
Auch die Polizei sei nun aktiv geworden und habe mit "Armenpfarrer" Wolfgang Pucher Kontakt aufgenommen, damit der 37-Jährige noch im Laufe der Woche im "Vinzinest" Quartier bekommt. Diese Lösung wäre die am "wenigsten gefährliche" für den Betroffenen und seine Umgebung, so ein Beamter.
Die Serie der Einsätze begann laut Berufsfeuerwehr Graz am 12. August 2009. Damals wurden die Helfer aus der nur wenige Meter entfernte Zentralfeuerwache zu einem Unfall in die versperrte Wohnung am Lendplatz gerufen. Am 8. September brannte dann erstmals Kochgut. Im Oktober musste die Feuerwehr abermals wegen eines Unfalls zur selben Adresse ausrücken. Am 17. Jänner, 9. und 17. Februar sowie am Dienstag, 9. März, waren es dann wieder Brände - teils durch vergessenes Kochgut, teils durch Zigarettenglut im Bett -, die der Grazer aus Unachtsamkeit ausgelöst hatte.



















