Räuber lauerte hinter Mülltonnen auf Opfer
Auf dem Rückweg über einen schlecht beleuchteten Gehweg wurde die 49-Jährige Opfer eines mysteriösen Überfalls. Nur durch ihr Schreien entging sie dem Überfall. Zwei weitere Taten sind geklärt.

Foto © KIanizaj/Sujet
Sie war auf dem Heimweg von der Arbeit, wollte nur noch schnell in einem nahen Lebensmittelgeschäft eine Kleinigkeit einkaufen. Auf dem Rückweg über einen schlecht beleuchteten Gehweg zur Leonhardstraße wurde die 49-jährige Angestellte plötzlich Opfer eines mysteriösen Überfalls.
Schwitzkasten
"Zwei Männer hatten sich bei einem überdachten Müllablageplatz hinter den Mülltonnen versteckt", berichtet Walter Potetz vom Kriminalreferat der Grazer Polizei. Als die 49-Jährige, das Einkaufssackerl in der Hand, am Mittwoch gegen 18.15 Uhr vorbeikam, sprang einer aus dem Versteck heraus. Wortlos nahm er das erschrockene Opfer in den Schwitzkasten, drückte ihr einen unbekannten Gegenstand gegen den Nacken.
"Die Frau schrie so laut, wie sie konnte", berichtet der Ermittler. Daraufhin ließ der Täter von ihr ab, beide Männer flüchteten. Der Überfall ereignete sich nur zehn Meter vom Wohnhaus der Angestellten entfernt.
Klären konnte die Grazer Polizei mittlerweile zwei weitere brutale Raubüberfälle - und beide stellten sich nach umfangreichen Erhebungen als fingiert heraus: Ein 23-jähriger Kroate hatte am Mittwoch Vormittag per Notruf noch vom "Tatort" aus gemeldet, dass ihn zwei Burschen am Trattenweg überfallen, niedergeschlagen und beraubt hätten. Stundenlang wurde nach den Tätern gefahndet, es gab sogar eine Gegenüberstellung. Doch der Kroate hatte die "geraubten" 100 Euro in Wirklichkeit am Spielautomaten verzockt - und aus Angst vor seiner Großmutter, die ihm das Geld für Einkäufe ausgehändigt hatte, dann den Überfall erfunden.
Auch der Raub eines 500 Euro teuren Handys in der Grazer Straße, angezeigt bereits im Oktober von einem 15-jährigen Schüler, war nur eine Finte. Der Bursche hatte das Mobiltelefon nach einer Rangelei am Jakominiplatz verloren. Aus Angst vor den Eltern log auch er.
















