Andritz: Analysten sehen 2009 deutliche Rückgänge
Wirtschaftskrise hinterlässt auch beim Maschinenbauer mit Sitz in Graz Spuren. Rückgang wird bei Auftragseingängen gesehen.

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Heimische Analysten der Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und UniCredit erwarten für die am Freitag anstehenden Geschäftszahlen des steirischen Anlagenbauers Andritz für das Jahr 2009 deutliche Rückgänge in allen Ergebniskennzahlen. Die Wirtschaftskrise dürfte den Spezialisten zufolge Spuren bei Umsatz und Auftragseingängen im vergangen Jahr hinterlassen haben.
Die Experten der UniCredit führen den erwarteten Umsatzrückgang hauptsächlich auf die konjunkturelle Abkühlung der Weltwirtschaft zurück. Die Wirtschaftskrise habe sich auch auf die Auftragseingänge negativ ausgewirkt. Die Analysten erwarten ein um 8 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro geschmolzenes Volumen an Neuaufträgen. Der Orderbestand dürfte sich auf Jahressicht allerdings um vier Prozent auf 4,4 Mrd. Euro gesteigert haben, so die UniCredit.
Auch die Raiffeisen Centrobank sieht die Aufträge im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres unter dem Niveau der Vorquartale liegen. "Es sind keine neuen Großaufträge aus dem Schlussquartal bekannt", heißt es von den Analysten. Allerdings sollte sich das im vierten Quartal erstarkte Hydro-Segment in einer stabilen Marge niederschlagen, so die Experten.
Im Schnitt rechnen die Spezialisten der heimischen Geldinstitute für Andritz mit einem Umsatzrückgang von 12,7 Prozent auf 3,15 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte der Anlagenbauer noch Einnahmen in Höhe von 3,61 Mrd. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird laut Expertenberechnungen um 22,4 Prozent zurückgehen. Während das Unternehmen im Jahr 2008 noch 278,2 Mio. Euro erzielt hatte, soll dieser Betrag auf 216,0 Mio. Euro zurückgehen.
Beim Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechnen die Experten im Mittel mit einem Einbruch um 33,7 Prozent, von 218,5 auf 144,8 Mio. Euro. Unterm Strich erwarten die Analysten einen Periodenüberschuss von 101,2 Mio. Euro, nach 139,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dies würde einen Rückgang um 27,5 Prozent bedeuten.
Aktuell bewertet die UniCredit die Andritz-Aktie mit dem Anlagevotum "Buy" und einem Kursziel von 49,00 Euro. Auch die Erste Group gibt die Kaufempfehlung "Akkumulieren" aus und sieht das Kursziel bei 47,00 Euro. Die Experten der Raiffeisen Centrobank sehen die Anlageempfehlung aktuell bei "Hold" und das Kursziel bei 46,00 Euro.
















