99ers stehen mit Rücken zur Wand
Die 99ers verspielten eine 3:0-Führung und müssen Donnerstag in Zagreb gewinnen, oder diese Saison ist mit dem Viertelfinale zu Ende.

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Darf denn das wahr sein? Die 99ers sahen schon wie die sicheren Sieger aus, verspielten aber eine 3:0-Führung, weil sie zu früh zurückschalteten, und mussten in die Verlängerung. Dort traf Brad Smyth nach 1:36 Minuten zum 3:4 und versetzte den Grazern somit den Todesstoß. Zagreb führt also in der Best-of-Seven-Serie 3:2 und kann am Donnerstag zu Hause im Dom Sportova den Sack zumachen.
Zu Beginn gab es noch eine völlig andere 99ers-Mannschaft als zuletzt. Es war wieder jene Mannschaft, die auch schon den Grunddurchgang beherrscht hat. Da war der Wille fast greifbar, das Feuer in jedem Einzelnen loderte wieder. Da war er, der Hunger nach Erfolg, der absolute Wille.
Dauerbeschuss
Die Kroaten wurden im ersten Drittel zu Statisten degradiert, das Gehäuse von Gaspar Kroselj sofort unter Dauerbeschuss genommen. Und der Lohn dafür ließ nicht lange auf sich warten. Norris nutzte gleich das erste Powerplay zum 1:0 (6.). Auch das ein wohltuender Unterschied zu den letzten beiden Auftritten.
Healey stellte mit einem kurzen Haken knapp vor dem Tor auf 2:0 (9.). Zagreb hatte kaum einen Schuss auf das Gehäuse von Sebastien Charpentier. Dann holte Peintner einen Penalty heraus, den Norris trocken zum 3:0 verwertete. Da war das Match noch keine 16 Minuten alt und 3800 begeisterte Fans im Bunker sangen bereits: "Macht sie alle, schießt sie aus der Halle!"
Im zweiten Drittel wollten die bis dahin fulminanten Grazer etwas Tempo aus dem Spiel nehmen, allerdings nahmen sie zu viel heraus. Zagreb kam auf und durch Joel Pirpic zum Anschlusstreffer. Nur 32 Sekunden später jubelten die "Bären" erneut, doch das slowenische Schiri-Duo gab den Treffer nach Videostudium nicht. Glück für die Gastgeber.
Im Schlussabschnitt dann aber die Szene, die das Match drehte. Stefan Herzog kassierte in wenigen Sekunden mehrere Strafen: zwei plus fünf Minuten plus Spieldauer. Das machte sieben Minuten Unterzahl am Stück für die 99ers - zu viel. Zagreb glich unter kräftiger Mithilfe der Schiris durch Sertich und wieder einmal Ouellette zum 3:3 aus. Danach lag Peintner blutend am Eis, eine Strafe gab es aber nicht. So ging es in die Verlängerung, der Ausgang ist bekannt.
Features
Fotoserie
Fakten
Vienna Capitals - Fehervar 6:5 n.V. (1:0,0:1,4:4/1:0)
Endstand in der Serie: 4:1
Black Wings Linz - VSV 7:2 (3:0,2:1,2:1)
Endstand in der Serie: 4:1
Red Bull Salzburg - KAC 3:2 (1:1,1:1,1:0)
Stand in der Serie: 3:2
Graz 99ers - Zagreb 3:4 n.V.(3:0,0:1,0:2/0:1)
Stand in der Serie: 2:3
Paarungen der 6. Spiele am Donnerstag (jeweils 19.15):
KAC - Red Bull Salzburg
KHL Medvescak Zagreb - Moser Medical Graz 99ers














