Südsteirisches "Gemeindeamt" zu ersteigern
Nach dem Konkurs der verantwortlichen Baufirma kommt am Freitag in Deutsch Goritz (Bezirk Radkersburg) das halbfertige Gemeindezentrum unter den Hammer. Das Mindestgebot liegt bei 1,3 Millionen Euro.

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Ein Fall für Schnäppchenjäger ist es zwar nicht gerade, einige Interessenten und ein konkretes Angebot gibt es aber bereits: Das geplante Gemeindezentrum von Deutsch Goritz (Bezirk Radkersburg) wird am 26. Februar in Graz versteigert. Das Mindestgebot liegt bei 1,3 Millionen Euro. In dem Gebäude im Zentrum der Gemeinde sollten unter anderem eine Bankfiliale, eine Arztpraxis und ein Kaffeehaus untergebracht werden. Auch die Gemeinde mit ihren Amtsräumlichkeiten und dem Standesamt will sich darin einmieten.
Daraus wird aber so schnell nichts werden. Denn fast ein Jahr nach dem geplanten Fertigstellungstermin musste die Mellacher Firma "Bau-Check" mit ihren Geschäftsführern Richard Reichmann und Hannes Neuhold, der der Komplex gehört, vor kurzem Konkurs anmelden. Insgesamt betragen die Passiva laut den Kreditorenschutz-Verbänden fast drei Millionen Euro. Als Masseverwalter fungiert der Grazer Anwalt Otto Werschitz - und er wird das Gebäude nun versteigern. "Es gibt ein formales Bieterverfahren", heißt es auf Anfrage in der Gemeinde.
Was gibt es aber nun zu ersteigern? Einen 1300 Quadratmeter großen Gebäudekomplex, bei dem bisher rund 2,1 Millionen Euro verbaut wurden. Die Außenanlage ist noch eine Baustellen, innen fehlen unter anderem eine Zwischendecke, die Malereien oder die Böden. Neben Geschäftsflächen sind auch betreute Wohnungen vorgesehen.
Gemeinde hält sich zurück
Die Gemeinde kann und will laut Bürgermeister Heinrich Tomschitz (ÖVP) übrigens nicht mitbieten: "Dann hätten wir das Gebäude ja auch gleich selbst bauen können. Außerdem haben wir ja schon jetzt genug öffentliche Gebäude zu erhalten." Er hofft, dass das Haus noch heuer von den allfälligen neuen Besitzern fertig gestellt wird.













