Die Grazer Stolpersteine
Mariahilfer- und Schloßbergplatz als Rumpelpiste: Frostaufbrüche machen den Wirtschaftsbetrieben das Leben schwer. Für eine echte Sanierung fehlt aber das Geld.

Foto © Scheriau
Sie schauen aus wie Maulwurfshügel, sind aber gefährliche Stolpersteine aus Asphalt. Unzählige Frostaufbrüche verwandeln derzeit vor allem den Mariahilfer- und den Schloßbergplatz für Fußgänger und Radfahrer in einen Hindernisparcours. Bis zu drei Zentimeter hebt es die einzelnen Platten über Nacht an. Und auch der Asphalt, der beschädigte Platten ersetzt, quillt oft auf wie Germteig.
"Und es wird noch schlimmer", warnt Gerhard Egger, Chef der Wirtschaftsbetriebe. "Denn jetzt wird es tagsüber wärmer, der Schnee schmilzt, der Boden wird feucht - und in der Nacht gefriert das Ganze und hebt die Platten."
Die Wirtschaftsbetriebe haben jeden Tag in der Früh einen Trupp im Einsatz, der die Plätze kontrolliert, kaputte Platten entfernt und die Fläche mit Asphalt aufgießt. "Dass das nicht schön ausschaut, wissen wir auch. Aber in solchen Fällen geht die Sicherheit vor", so Egger. Denn die Stadt haftet als Straßenerhalter für mögliche Unfälle.
Mit den Stolpersteinen kämpfen die Grazer nun schon seit mehreren Jahren. Einen Ausweg wüsste Egger: "Die beiden Plätze und der Weg zwischen der Dreifaltigkeitskirche und dem Palais Attems gehören generalsaniert. Aber das kostet Geld, das die Stadt derzeit wohl nicht hat."
Asphalt statt Platten
Die Wirtschaftsbetriebe erarbeiten gerade ein Konzept, wie man mit kleineren Korrekturen durchkommt. Eine Möglichkeit: Vor allem die Zufahrt zum Schloßbergplatz könnte "ansehnlich asphaltiert werden", so Egger. "Hier fahren immer schwere Lkw zum Dom im Berg zu. Das halten die Platten einfach nicht aus." Wie und ob saniert wird, sei aber letztlich eine Entscheidung der Politik.
















