Karls erster Auftritt in der Steiermark
Neue Wissenschaftsministerin nahm an Podiumsdiskussion in Graz teil.

Foto © BauerBeatrix Karl
Es war ihr erster Auftritt als Wissenschaftsministerin in ihrer Geburtsstadt Graz, und Beatrix Karl machte bei der Diskussionsrunde, zu der der Steirische Akademikerbund ins Mumuth (Haus für Musik und Musiktheater) geladen hatte, ihre Positionen klar: Sie will die Grundlagenforschung stärken, auf den Universitäten Bildung wie Berufsausbildung bieten, hält Zugangsbeschränkungen für eine "notwendige Lösung" und steht Studiengebühren positiv gegenüber.
"Die Zukunft der Universitäten" war der weit gesteckte Titel der Veranstaltung. Dementsprechend viel Gesprächsbedarf entwickelte sich zwischen den Podiumsgästen Beatrix Karl, TU-Rektor Hans Sünkel, dem Vizerektor der Karl-Franzens-Universität Martin Polaschek und Edith Gössnitzer vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften sowie dem Publikum, moderiert von Norbert Swoboda von der Kleinen Zeitung.
Studenten waren zwar keine am Podium, doch aus dem Publikum heraus brachten sie die Diskussion in Schwung. Erwartungsgemäß - in Zeiten einer wiedererstarkten Protestkultur - rieb man sich vor allem an den Themen Zugangsbeschränkungen, Studiengebühren und dem Bologna-Prozess, der ein einheitliches europäisches Hochschulwesen schaffen soll.
In letzterem sah Karl, die übrigens auch als Ministerin Obfrau des ÖVP-nahen Akademikerbundes bleibt, zwar "eine sehr gute Idee", doch in manchen Bereichen eine mangelhafte Umsetzung. Beim Thema des freien Hochschulzugangs ließ Rektor Sünkel keine Zweifel an seiner Position: "Ich bin überzeugt davon, dass es den hochgejubelten freien Hochschulzugang nicht für alle geben kann. Wir haben beschränkte Kapazitäten", sagte er.















