Druckerei Wall verliert Großauftrag
Es ist ein schwerer Schlag für die Belegschaft in der Druckerei Alfred Wall Gmbh. Für 74 der derzeit rund 460 Beschäftigten werden, beginnend mit kommender Woche, die Kündigungen verschickt. Großkunde Japan Tobacco zog Auftrag ab.
Zwei Drittel betreffen Arbeiter, ein Drittel betrifft Angestellte. Grund für die Personalreduktion ist ein Auftragsausfall des Großkunden JTI (Japan Tobacco International), Muterkonzern der Austria Tabak.
In einem kurzen Statement wird das Faktum von MeadWestvaco - dem US-Unternehmen gehört Wall zu 100 Prozent - bestätigt. Pressesprecherin Kirby Kriz am Firmensitz in den USA erklärt die Maßnahme mit einer Effizienzsteigerung "im Licht der Reduktion des Volumens" im Grazer Werk. Ungefähr 400 Arbeitsplätze sollen künftig erhalten bleiben, mit einem Abschluss der Restrukturierung sei heuer "sehr bald" zu rechnen. Zu den Kündigungen gebe es keine Alternative, heißt es unter Personalvertretern, in der Gewerkschaft hofft man aber, mit dem jetzigen Ausmaß das Auslangen zu finden. Dem Vernehmen nach soll die Umsatzeinbuße durch JTI bei etwa zehn Millionen Euro liegen.
MeadWestvaco erzeugt Verpackungen für viele weltbekannte Marken u.a. für den Gesundheitsbereich, für Kosmetik, Nahrungsmittel, Getränke oder Heim- und Gartengeräte. Der Konzern ist in 30 Ländern operativ tätig. Aus der letzten einsichtbaren Bilanz aus dem Geschäftsjahr 2007/08 geht hervor, dass der Umsatz bei 97,4 Millionen Euro lag, das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäfstätigkeit) auf rund 3,15 Millionen kam.















