Vierbeiniger Opernstar wurde gesucht
Für Mozarts "Figaro" wurden in der Grazer Oper Jagdhunde gecastet. Rund 50 Vierbeiner kamen, bellten und beschnüffelten eifrig die Konkurrenz.

Foto © KanizajHundecasting in der Grazer Oper
Hundstage in der Grazer Oper mit Stars an der Leine. Am Donnerstag wurden für die kommende Opernpremiere von "Le nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart Jagdhunde gecastet. Grundvoraussetzungen für die zukünftige Rolle des vierbeinigen Grafengefährten: nicht mit der Musik mitheulen und dabei so edel wie möglich ausschauen. Adel verpflichtet, auch als Vierbeiner. Allesamt Kriterien, die auf "Arno von der Teuflau" zutreffen. Mit bürgerlichem Namen kurz "Aaron". Seinerseits ein waschechter Drahthaarrüde mit Stammbaum und Jagderfahrung. "Aaron" betrachtet die Szenerie mit buddhistischer Gelassenheit. Gleich wie Frauerl Katharina Aspeck: "Macht sicher Spaß." Rund 50 Vierbeiner kamen, bellten und beschnüffelten eifrig die Konkurrenz. Revierkämpfe wurden von Frauerl und Herrli mit Leckerlis beigelegt. Waffenstillstand mit Salami-Aroma. Aber nicht nur Reinrassiges fand sich vor den Toren der Oper ein. Vertreten waren auch alte Bekannte. Wie zum Beispiel Mischlingsrüde "Oscar". Vor drei Jahren hatte er eine Rolle im "Evangelimann". Frauerl Christine Dreu hat das Programmhefterl gleich parat. "Unter 40 Hunden ist er ausgewählt worden. Ich bin so stolz. Seitdem will er beim Spazierengehen immer zur Oper, weil sie ihn so verwöhnt haben."
Regisseur Josef Köpplinger, ein Hundeliebhaber, wie er im Buche steht: "Natürlich stehlen einem Hunde die Show. Einmal hat einer während der Vorstellung das Bühnenbild markiert." Aaron hat sich hier edel zurückgehalten und ist dafür gemeinsam mit Sheila, Piri und Cäsar ins Finale gekommen. Belohnungs-Leckerli inbegriffen.


















