"Verbindung wird nicht eingestellt"
"Etwas enttäuscht", zeigt sich AUA-Vorstand Malanik. Tiefe Einschnitte soll es nicht geben.

Foto © ScheriauAUA-Vorstand Malanik im Interview
Wie ist das Gespräch aus Sicht der AUA verlaufen?
PETER MALANIK: Das Gesprächsklima war gut. Der Landeshauptmann hat aber sehr deutlich gemacht, dass das von uns angebotene PSO-Modell für ihn keinen Wert hat. Wir werden in Gesprächen bleiben.
Was heißt das jetzt?
MALANIK: Wir werden weiter an unserem Bedienungsbild arbeiten. Und damit am Redesign unserer Strecken. Es kann Veränderungen geben, muss es aber nicht. Wir werden demnächst unser Netz optimieren. Sollte es zu Veränderungen kommen, soll das nicht als Revanche gesehen werden, das ist mir wichtig. Wir werden vorher jedenfalls noch einmal mit dem Landeshauptmann das Gespräch suchen.
Steht damit ein großer Schnitt bei den Graz-Wien-Verbindungen bevor?
MALANIK: Nein. Es wird keinen großen Schnitt geben. Die Verbindung Graz-Wien wird sicher nicht eingestellt. Es könnte zu anderen Flugzeiten kommen, auch wegen Verschiebungen in Wien. Es könnte auch die eine oder andere Verbindung weniger geben. Es wird aber keinen drastischen Schnitt geben.
Welche Rolle spielen die Regionalstrecken beim Sparprogramm der AUA, wie defizitär sind sie?
MALANIK: Ich wurde am Donnerstag häufig zu den Zahlen befragt. Ich möchte das genaue Defizit der Bundesländerverbindungen nicht nennen. Auch weil sie schwanken - je nachdem ob es ein gutes Flugjahr ist oder nicht. Solche Zahlen sind auch immer interpretierbar. Eines ist aber klar, die Bundesländerverbindungen sind defizitär. Durch die Bank. In unserem Effizienzsteigerungsprogramm bleibt kein Steinchen unumgedreht, wobei die Bundesländer-Strecken ein großes Steinchen sind.
Waren Sie ob der ablehnenden Haltung in den Bundesländern überrascht?
MALANIK: Ich bin jetzt nicht mehr überrascht. Uns wurde über die Medien ja von den Landeshauptleuten ausgerichtet, was sie von diesem Modell halten. Ein bisserl enttäuscht war ich schon. Zumal ja in der Vergangenheit in den Bundesländern immer die Sorge über die Zukunft von Verbindungen geäußert wurde. Diese Sorgen wären mit dem PSO-Modell künftig unbegründet gewesen.
Haben Sie nicht auch in der Kommunikation Fehler gemacht? Zwischen dem Zeitpunkt als mögliche Maßnahmen ruchbar wurden und dem Gesprächstermin ist ja viel Zeit vergangen, in der Steiermark beginnt schon der Wahlkampf.
MALANIK: In Graz mussten wir bedauerlicherweise einen Gesprächstermin wegen einer Aufsichtsratssitzung absagen. Wir haben uns dann aber permanent beim Landeshauptmann um einen Termin bemüht, der 4.2. war dann der frühestmögliche. Natürlich ist es bedauerlich, dass die Debatte zuerst über die Medien geführt wurde.
Ist das PSO-Modell damit vom Tisch?
MALANIK: Das waren am Donnerstag deutliche Ansagen. Es würde mich sehr wundern, wenn der Landeshauptmann das in ein paar Wochen anders sieht.
Wann wird man in Graz Auswirkungen des Sparprogrammes spüren?
MALANIK: Ich habe nie gesagt, dass man es in Graz spüren wird. Allgemein werden die Umstellungen mit dem Winterflugplan im Oktober umgesetzt.














