Grazer Jahr der Wolkenkratzer
Einkaufsgemeinschaft Lyoness will in der Kärtnerstraße 70-Meter-Turm bauen. Von Bürgermeister Nagl eingeholtes Gutachten gibt grünes Licht.

Foto © ScheriauBürgermeister Nagl gab grünes Licht für den Bau
Der Mut zur Höhe greift schon länger um sich, die Stadt lässt seit einigen Jahren wieder Turmbauten zu, wenn es der Standort städtebaulich verträgt. An einem der definierten Punkte für "Wolkenkratzer" gibt es jetzt grünes Licht für die Planung eines 70-Meter-Turmes, der in der Liga der höchsten Grazer Gebäude mitspielen soll.
Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness, die Mitgliedern Rabatte bei Handelsunternehmen bietet, will in der Kärntnerstraße 1, wo einst
das Punk-Haus stand, ihr Headquarter errichten. Der Grundriss soll dem Firmenlogo entsprechen, das Investment liegt bei 55 Millionen Euro, bestätigt Sulzberger, Chef der Lyoness-Errichtungsgesellschaft.
Bei Bürgermeister Siegfried Nagl und seinem Baudirektor ist nun druckfrisch das Experten-Gutachten des Wiener Büros "Arcitec" eingelangt, das an der Gürtelturmkreuzung grünes Licht für ein Hochhaus mit 60 bis 70 Metern gibt. Nagl: "Unter der Bedingung, dass das nach unserem Grazer Modell abgewickelt und qualitativ entsprechend geplant wird." Werle erläutert: Das heißt, es braucht einen Bebauungsplan und einen geladenen Architektenwettbewerb. Auch Vertreter der Stadt werden in der Jury sitzen." Und man sucht noch nach einer verbindlichen rechtlichen Vereinbarung, dass der Investor dann das Projekt auch entsprechend der planerischen Qualität umsetzt.
Schon im März werde der zuständige Gemeinderatsausschuss damit befasst, betont der Baudirektor: Für den Bebauungsplan ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.
Mit dieser Entscheidung und einem Spatenstich für ein anderes Turm-Projekt wird 2010 zum Jahr der Wolkenkratzer: Im Herbst startet die We-graz an der A2Z beim neuen Pachleitner-Headquarter den Bau ihres 75-Meter-Hotelprojekts mit Shops und Büros.
















