Cobra im Einsatz: 468 Festnahmen
Jahres-Bilanz: Nur vier Mal mussten die Spezialisten die Schusswaffe gebrauchen. Immer häufiger wird die Cobra auch im Kampf gegen Einbrecher eingesetzt.

Foto © APA/SujetDer spektakulärste Einsatz der Cobra-Süd war die Beendigung einer fingierten Geiselnahme in St. Marein/Mürztal
"Wir haben 468 Personen festgenommen und wir sind 860 Mal gegen gefährliche Täter vorgegangen. Aber wir mussten vergangenes Jahr nur vier Mal von der Schusswaffe Gebrauch machen", sagt Generalmajor Bernhard Treibenreif, Chef des Einsatzkommandos Cobra. In einem Fall gaben die Männer einen Schreckschuss ab, drei Mal mussten sie bei Bränden der Feuerwehr helfen und auf Gasflaschen schießen.
Im Hauptquartier in Wiener Neustadt präsentierte Treibenreif am Mittwoch die Bilanz für das Jahr 2009. Neben den bereits erwähnten Einsätzen leistete die Cobra 1047 Mal Personenschutz und führte 89 Geldtransport-Begleitungen der Nationalbank durch. Es gab 14 Taucheinsätze und 13 Hilfeleistungen bei Selbstmordgefahr. Ein Beispiel: Während einer Opec-Konferenz in Wien wollte sich eine junge Frau aus dem Fenster im dritten Stock stürzen. Die Cobra konnte den Selbstmord verhindern.
Immer häufiger werde die Cobra auch im Kampf gegen Einbrecher eingesetzt, so Oberst Manfred Komericky, Kommandant der Cobra-Süd, deren Einsatzgebiet die Steiermark, Kärnten und das südliche Burgenland umfasst. "Wir werden immer öfters für Observationen angefordert, die Zusammenarbeit mit den Polizeiinspektionen und den Landeskriminalämtern in Graz, Klagenfurt und Eisenstadt funktioniert sehr gut." Der spektakulärste Einsatz der Cobra-Süd war die Beendigung einer fingierten Geiselnahme in St. Marein/Mürztal. Der Mann wurde in seiner Wohnung überwältigt. Er blieb dabei unverletzt.














