Wetter: Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee
Alte Bauernregeln prophezeien bei schönem Wetter am Lichtmess-Tag einen langen Winter. Mit einem Augenzwinkern kann das heuer sogar bestätigt werden.

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Mit den alten Weisheiten ist das ja so eine Sache. Nicht alles, was jahrhundertelang überliefert worden ist, hält auch der Überprüfung mit modernsten wissenschaftlichen Methoden stand. Das heutige "Fest der Darstellung des Herrn" der katholischen Kirche, auch Maria Lichtmess genannt, bringt eine wahre Flut an solchen Weisheiten in Reimform mit sich. "Ist's an Lichtmess hell und rein/wird ein langer Winter sein/wenn es aber stürmt und schneit/ist der Frühling nicht mehr weit" lautet eine solche Bauernregel. "Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee" eine andere. Die Aussage ist im Grund die gleiche: Ist es heute schön, wird diese Freude wohl nicht lange anhalten.
Hannes Rieder von der Zentralanstalt für Meteorologie zeigt sich amüsiert - "na, dann vergleichen wir das einmal mit den Meteorologischen Daten." Er verweist zunächst auf das Buch "Mythos Bauernregeln" von Thomas Wostal. Dieser hat die alten Regeln mit meteorologischen Auswertungen verglichen. Da wird etwa die Frage gestellt: "Scheint an Lichtmess mehr als zwei Stunden die Sonne, gibt es dann mehr Schnee als im Durchschnitt?" Die Antwort ist vage: An der Alpensüdseite trifft dies zu 49 Prozent zu, an der Nordseite immerhin zu 67 Prozent. "Aus meteorologischer Sicht gibt es da aber keinen Zusammenhang", sagt Rieder.
Harte Wetterfakten für die nächsten Wochen sind derzeit allerdings auch mithilfe der Wissenschaft schwierig zu ermitteln. "Ende dieser, Anfang nächster Woche nähert sich sowohl milde Atlantikluft als auch eine polare Kaltfront", so Rieder. Was das Rennen macht, sei noch unklar. Allerdings sagen die Berechnungen des europäischen Wetterzentrums für ganz Mitteleuropa einen zu kühlen Februar voraus - und da heute die Sonne scheinen soll, könnte sich die Bauernregel ja doch bestätigen. Alt ist auch der Brauch der Lichtmesssänger, die an Maria Lichtmess in manchen Gegenden der Steiermark auftreten. Auch werden an diesem Tag Kerzen geweiht. Und - 40 Tage nach Weihnachten - baut man schließlich traditionell in den Kirchen und Häusern die Krippen ab.
















