"Alle Wände sind schwarz"
Grazerin konnte sich aus brennendem Haus retten. Jetzt braucht sie Hilfe.
Mitten in der Nacht werde ich auf einmal munter, schau durch die offene Tür in den Vorraum und denke mir ,Wer hat denn da das Licht brennen lassen? Sind etwa Einbrecher im Haus?'"
Frau J. erinnert sich mit Schaudern. Sie stand auf und sah die Flammen im Flur. Sofort war sie hellwach und lief ins Bad. Mit dem Duschschlauch wollte sie das Feuer löschen, aber es kam kein Wasser aus der Leitung, dafür aus dem Zimmer dichter Qualm. Beim Umdrehen erlitt die Frau Verbrennungen zweiten Grades und wusste: "Wenn ich jetzt nicht gehe, sterbe ich." Im Nachthemd lief sie die Stiege hinunter, hinaus in die kalte Winternacht. "Ein oder zwei Minuten später und die Frau hätte es wohl nicht mehr geschafft", vermutet auch Feuerwehreinsatzleiter Johann Kirnich.
Die 58-jährige Grazerin musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden. Dabei hatte die Frau Glück im Unglück . . .
Sie hatte am Vorabend ihren 58. Geburtstag gefeiert, ein Kerzerl angezündet, "weil der Mann im Spital ist" - und stehen gelassen. In der Früh war die Kerze heruntergebrannt, der gläserne Untersatz gebrochen und das Deckerl darunter entflammt, während die Frau im Nebenzimmer schlief. "Der halbe Dachstuhl ist verbrannt, die ganze Dämmung muss erneuert werden, alle Fenster im ersten Stock sind kaputt. Bad und Klo sind total ausgebrannt, alle Wände schwarz", zieht sie bitter Bilanz.
Vier große Container, gefüllt mit den Möbeln, Kleidern und allem, was im ersten Stock so war, wurden bereits entsorgt. Zum Schaden von geschätzten 200.000 Euro kommt noch der Schock. Und der ist groß: "Ich werde immer wieder wach und sehe die Flammen."
Stephan Sticher und seine bit-Gruppe überweisen spontan 1000 Euro als Soforthilfe. Vielleicht können unsere Leserfamilie und Firmen ebenfalls helfend eingreifen.
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