50.000 Grazer sind armutsgefährdet
Einer Studie zufolge verdienen 13 Prozent der Grazer unter 10.945 Euro im Jahr - sind also armutsgefährdet. Sieben Prozent leben in manifester Armut. Sozialstadträtin drängt auf Aktivcard und will noch heuer neuen sozialen Nahversorger aufsperren.

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Die Zahlen zeigen, rasche Hilfe ist notwendig: 33.356 Grazer, also 13 Prozent, gelten als armutsgefährdet, liegen in einem Einpersonenhaushalt mit ihrem Einkommen also unter 10.945 Euro. Sieben Prozent, rund 18.000, leben in manifester Armut. Im Europäischen Jahr der Armut und angesichts der anhaltenden Krise drängt SP-Sozialstadträtin Elke Edlinger darauf, Maßnahmen ihres Aktionsprogramms gegen Armut umzusetzen:
Infopoint: Im Sozialamt wird eine Erstanlaufstelle eingerichtet, die niederschwellig und unkompliziert alle Infos bereithält.
Aktivcard: Noch 2010 will Edlinger einen Sozialpass zur "Marktreife" bringen, "aber dafür sind derzeit keine Mittel im Budget". Mit der Karte sollen sozial Schwache Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten haben und eine GVB-Monatskarte um zehn Euro bekommen, um mobil zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
Nahversorger: Ein sozialer Nahversorger für alle wird heuer aufsperren. Grazer mit niedrigen Einkommen können dort nicht abgelaufene Waren und Hygieneartikel günstiger einkaufen. "pro mente" wird den Shop betreiben und auch Behinderte anstellen.
Mit dem Aktionsprogramm ist die Stadt im Kampf gegen die Armut ein echter Vorreiter. Deshalb findet die erste bundesweite Regionalkonferenz zum Thema heuer in Graz statt. Experten und Politiker, angeführt von Sozialminister Rudolf Hundstorfer, diskutieren im März, wie man Menschen besser absichern kann.
















