Rote Unternehmer träumen sogar von 20 Prozent
Österreichs SWV-Chef Christoph Matznetter will Anfang März die erste bundesweite Wahl seit Langem ohne rote Schlappe beenden.
Nobel im Grazer Hotel Erzherzog Johann stellte sich die Spitze des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) als erster Herausforderer des ÖVP-Wirtschaftsbundes und des Präsidenten in der Wirtschaftskammer (WK), Ulfried Hainzl, vor.
Noch mutiger gibt sich der steirische Verbandspräsident Erwin Stross: Zwei bis vier Prozent plus seien das Ziel. Und Andrea Jabornik ist sogar waghalsig: Sie traut dem SWV 20 Prozent zu, fast eine Verdoppelung gegenüber 2005.
Dazu muss es den roten Unternehmern in der Steiermark allerdings gelingen, ihre internen Animositäten zu begraben. Rein äußerlich ist das gestern gelungen, als Stross, Jabornik und Toni Hubmann, der Freilandeier-König aus der Obersteiermark, sich demonstrativ zum gemeinsamen Foto aufstellten. Auch im Gespräch sind alle Beteiligten bemüht, keinen Eindruck von Zerstrittenheit aufkommen zu lassen.
Denn nach wie vor ist unklar, warum Stross mit seinen 82 (!) Jahren wieder Spitzenkandidat des SWV ist und nicht die im vorigen Frühjahr dazu eigentlich erkorene Kapfenbergerin Jabornik. Auffallend ist, dass sich neben ihr und Hubmann auch die roten Spitzenmanager Günter Dörflinger und Alois Sundl für den SWV auf Bundesebene engagieren, aber Distanz zum steirischen Verband halten.
















