Rektorenchef Sünkel erwartet sich viel von Karl
Hohe Herausforderungen sieht der Vorsitzende der Universitätenkonferenz (uniko) und Rektor der TU Graz, Hans Sünkel, auf die designierte Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zukommen.

Foto © APTU-Rektor Hans Sünkel
"Die neue Ministerin hat ein ganzes Bündel an Thematiken beziehungsweise Problemen zu lösen, und wir erwarten uns diesbezüglich sehr viel", sagte Sünkel am Montag im Gespräch mit der APA.
Es freue ihn, dass eine Frau und noch dazu eine, "die mit hoher Kompetenz ausgestattet ist", bestellt wurde. Sie sei ihm als "sehr kooperative Persönlichkeit" bekannt: "Wir wollen gerne unsere kooperative Hand ausstrecken". In Bezug auf die aus Sicht der Universitätenkonferenz anstehenden Probleme bringe die designierte Wissenschaftsministerin "außerordentliche Fachkompetenzen" ein, meinte der Rektoren-Chef.
Universitätsfinanzierung und Uni-Zugang seien zwei der brennenden Themen, so Sünkel. Die Universitäten seien dramatisch unterfinanziert: "Wir erwarten uns eine deutliche finanzielle Besserstellung und hoffen sehr, dass die neue Ministerin im Gespräch mit dem Finanzminister etwas erreicht". In puncto Zugangsregelung plädiert der Grazer TU-Rektor hingegen für eine "ausgewogene und behutsame Vorgangsweise". Als weiteres Anliegen nannte er eine "Flurbereinigung" des tertiären Bildungssystems, das zurzeit von zahlreichen Parallelstrukturen geprägt sei. Weiters hofft der uniko-Vorsitzende auf Karls Engagement im laufenden Hochschuldialog: "Wir hoffen, dass sich die designierte Ministerin massiv einbringen wird".
















