Millionenbetrug bei Versicherungs-Pyramidenspiel
220 Personen wurden von den Beschuldigten für den Abschluss von Lebensversicherungen gewonnen, gefälschte Daten wurden weitergeleitet. Ehepaar beheilt Großteil der Provisionsvorschüsse für sich.

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Kriminalisten des Landeskriminalamtes Steiermark konnten einem 54-jährigen Versicherungsmakler und seiner 48-jährigen Ehefrau - beide stammen aus Niederösterreich - und ihren sieben Komplizen aus der Steiermark, Wien und Burgenland einen Schaden von knapp 1,3 Millionen Euro nachweisen, den sie mit Scheinversicherungen innerhalb eines Jahres verursacht hatten.
Versicherungsmakler
Der 54-jährige Versicherungsmakler veranstaltete mit sieben Subvermittlern in diversen Gastronomiebetrieben im Bundesgebiet Veranstaltungen, bei denen sie 220 Personen für den Abschluss von Lebensversicherungen gewinnen konnten. Die Versicherungsnehmer mussten anschließend nur eine Prämie einzahlen. Die weiteren Prämien würden sich auf Grund eines ausgeklügelten Veranlagungssystems des Versicherungsunternehmens, so die Beschuldigten, von selbst bezahlen. Nach sieben Jahren könnten die Versicherungsnehmer je nach Prämienhöhe damit einen Gewinn von 10.000 -20.000 Euro erzielen.
Von den Beschuldigten wurden die Versicherungsanträge der Versicherungsnehmer mit gefälschten Daten an das deutsche Versicherungsunternehmen weitergeleitet. Die Administration des gesamten Geschäftsverkehrs wurde von der 48-jährigen Ehefrau des Hauptbeschuldigten durchgeführt. Mit den so gefälschten Lebensversicherungen konnte das Ehepaar innerhalb eines Jahres Provisionsvorschüsse von knapp 1,3 Millionen Euro erzielen, wovon das Ehepaar 950.000 Euro behielt. Die Subermittler erhielten nur einen geringen Anteil der Provisionszahlungen. Die Beschuldigten wurden nun wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges angezeigt.
















