Katholikenzahlen 2009: mehr Austritte mehr Wiedereintritte
Mit Stichtag 31.12.2009 gab es in der Steiermark 889.579 katholische Bürgerinnen und Bürger. Der Katholikenanteil an der Gesamtbevölkerung liegt somit aktuell bei 73,7 Prozent. Die Zahl der Kirchenaustritte war 2009 deutlich höher als in den letzten Jahren.

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Mit Stichtag 31.12.2009 gab es in der Steiermark 889.579 katholische Bürgerinnen und Bürger. Der Katholikenanteil an der Gesamtbevölkerung (1,208.000 Millionen) liegt somit aktuell bei 73,7 Prozent - vor einem Jahr waren es 893.476 Katholiken. Maßgebliche Faktoren für die Katholikenzahl sind das Verhältnis von Taufen zu Sterbefällen, von Zuzügen zu Wegzügen und von Austritten zu Wiederaufnahmen. Die Zahl der Kirchenaustritte in der Steiermark war im Jahr 2009 mit 8.875 bedeutend höher als in den letzten Jahren (plus 35,15 Prozent gegenüber 2008).
Die Ursachen für diese hohe Zahl an Austritten sind vielfältig. Unübersehbar ist der allgemeine Trend zu loseren Bindungen an die großen Gemeinschaften in unserem Land. Das betrifft – wenn auch in geringerem Ausmaß als vergleichbare Körperschaften – auch die katholische Kirche als zahlenmäßig größte Gemeinschaft in Österreich. 2009 haben offensichtlich zusätzlich die überregionalen Ereignisse am Beginn des Jahres zu Verunsicherung und Verärgerung geführt. Auch die schwierige wirtschaftliche Situation dürfte eine Rolle spielen. Vielen Menschen ist auch zu wenig bekannt, dass bei der Berechnung des Kirchenbeitrags auf individuelle Probleme Rücksicht genommen wird.
Langjähriger Vergleich
| Austritte | Wiedereintritte | |
|---|---|---|
| 2001 | 5.748 | 669 |
| 2002 | 6.124 | 714 |
| 2003 | 6.034 | 748 |
| 2004 | 8.347 | 678 |
| 2005 | 7.060 | 807 |
| 2006 | 5.701 | 832 |
| 2007 | 5.698 | 1.031 |
| 2008 | 6.567 | 1.615 |
| 2009 | 8.875 | 1.502 |
Wiederaufnahmen auf Rekordniveau
1.502 Menschen haben sich voriges Jahr entschlossen, wieder in die Kirche einzutreten. Damit konnte die Rekordmarke des Vorjahres von 1.615 Personen fast wieder erreicht werden. Diese Werte entsprechen einer Verdoppelung gegenüber dem langjährigen Trend.
Beim Wunsch, wieder in die Kirche einzutreten genügt es, zu einem Priester eigener Wahl zu gehen und dort den Wiedereintritt unkompliziert vorzunehmen. Der Kirchenbeitrag für die Zeit der Nichtmitgliedschaft muss nicht nachbezahlt werden.
Bei der Zahl 1.502 sind auch 187 "Widerrufe" enthalten. Damit sind Menschen gemeint, die zunächst ihren Austritt erklärt hatten, nach einem Kontakt mit kirchlichen Verantwortlichen aber wieder Abstand von diesem Schritt nahmen.















