Abschied nach reicher Ernte
Die Raiffeisen Versicherung feiert ihr 40-Jahr-Jubiläum und geht mit einem neuen Chef in die Zukunft.

Foto © APAKlaus Pekarek folgt Christian Sedlnitzky nach 23 Jahren als Generaldirektor der Raiffeisen Versicherung nach
Mehr als die halbe Zeit, die die Raiffeisen Versicherung besteht, hat ein Mann das Unternehmen schwungvoll geleitet und zu einem der führenden Personenversicherer in Österreich geführt: Christian Sedlnitzky geht nach 23 Jahren als Generaldirektor in den Ruhestand. Er übergibt an seinen Nachfolger Klaus Pekarek einen wohl bestallten Hof, in dem er für reiche Ernte sorgte.
Sedlnitzky ist, man darf das wohl so sagen, im Versicherungsgeschäft ein alter Hase. Mitte 1986 trat er in die Raiffeisen Versicherung ein, wenige Monate danach wurde er zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Erfahrungen brachte Sedlnitzky, der in der Steiermark fest verwurzelt ist, aus seiner früheren Tätigkeit in der Grazer Wechselseitigen mit - dort hatte er die Bereiche Public Relations, Werbung und Vertrieb geleitet.
Nach seinem Eintritt bei Raiffeisen verfolgte Sedlnitzky konsequent seinen Weg. Die damalige Nummer 5 im Markt der heimischen Lebensversicherer sollte zur Nummer 1 aufsteigen. 1993 war es so weit. Sedlnitzky hatte mit einem Schachzug viel Erfolg, er begann die Zusammenarbeit mit den Raiffeisen Banken im Vertrieb der Versicherungsprodukte und erreichte dadurch breite Kundenkreise.
Die Versicherung wird nunmehr von einem Zweier-Vorstand geführt: Klaus Pekarek als Vorstandsvorsitzendem und Martin Sardelic als Vorstandsmitglied. Pekarek stammt aus Klagenfurt, studierte in Graz Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, war Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Kärnten. Seit 2001 ist er Vorsitzender im Stiftungsrat des ORF. Als eines der Hauptziele will das Team Pekarek und Sardelic den Vertrieb der Versicherungsprodukte über die Bankenschiene stärken. Als Werbeträger wurde der frühere Schirennläufer Matthias Lanzinger gewonnen, dem nach einem Unfall ein Unterschenkel amputiert werden musste. Er soll Botschafter sein für die finanzielle Absicherung, "die die Österreicher derzeit bewegt", erklärt Pekarek.

















