Kunst der Verwandlung
Galerist Gerhard Sommer zeigt Neues von Wolfgang Becksteiner und eine retrospektive Schau von Heinrich J. Pölzl, der am Freitag 85 wurde.
Das Haus Frey in Graz ist ein Spätwerk von Ernst Anton Plischke, der 1970 bis 1972 realisierte einzige Bau des großen österreichischen Architekten in Graz. In ihm zeigt Galerist Gerhard Sommer seit geraumer Zeit Arbeiten heimischer Künstler. Nach Alfred Resch und Walter Köstenbauer nun Wolfgang Becksteiner. Unter dem Titel "einst und jetzt" beweist dieser mit Objekten und Zeichnungen einmal mehr seine Vielseitigkeit.
Aufsehen erregte Becksteiner unter anderem mit seiner "Library Of Transformed Information". Aus 3650 Büchern wurden durch Zerreißen und Neupressung der Schnipsel Objekte. Auf Buchregalen wurde der Betrachter mit einem gewaltigen Konvolut verwandelter Information konfrontiert. Information, nicht mehr auf herkömmliche Weise nutzbar, sondern spürbar als künstlerisch-ästhetische Energie.
Von "Wissenshunger" und "Wissensdurst", also von Information, handelte Becksteiners Beitrag zum Projekt "TextBild MMIX" im steirischen herbst 2009. "Innere Werte", wie sie auch seine "Library" beförderte, waren im Vorjahr Thema einer Personale in der Wiener Galerie Peithner-Lichtenfels. Ältere Arbeiten stellte er transformiert aus: verpackt wurden sie zu neuen Bildern und Skulpturen.
Die nächste Schau in Sommers Haupthaus ist Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen von Heinrich J. Pölzl gewidmet. Der steirische Künstler feierte am Freitag seinen 85. Geburtstag.
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Fakten
Heinrich J. Pölzl. Kunst & Handel, Graz, Bürgergasse 5. Eröffnung: 28. 1., 19.30 Uhr. Ausstellung bis 20. 2.
















