Nach Geburtstag dem Tod knapp entronnen
Einem aufmerksamen Nachbarn ist es zu verdanken, dass bei dem Brand in Graz-Gösting Sonntag früh nicht noch mehr passierte: er verständigte die Feuerwehr. Die Bewohnerin des Hauses wurde gerettet, es entstand ein Sachschaden von 200.000 Euro.

Foto © Erwin Scheriau
Seit der Silvesternacht sind die Männer der Grazer Berufsfeuerwehr fast unentwegt im Einsatz. Brennende Mülltonnen, im Lift feststeckende Personen, aber auch Großbrände sorgten in den ersten Tagen des Jahres für ein überdurchschnittliches Alarm-Aufkommen.
Dramatisch hätte dabei fast der Brand eines Einfamilienhauses in Gösting geendet. Dort hatte Bewohnerin Elfrieda J. am Abend ihres 58. Geburtstags eine brennende Kerze stehen lassen und sich schlafen gelegt. In den Morgenstunden setzte die Kerze das Mobiliar in Brand, während die Frau im Nebenzimmer schlief. Gerade noch im letzten Moment wurde sie wach und konnte sich nach draußen retten. "Als wir eintrafen, war die Dame schon im Freien. Sie war komplett schwarz im Gesicht", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Johann Kirnich. Die war von Elfrieda J. selbst und einem Nachbarn gegen 5 Uhr früh gleichzeitig alarmiert worden. Flammen schlugen da bereits aus den Dachfenstern, der erste Stock des Hauses stand in Vollbrand. "Ein oder zwei Minuten später und die Frau hätte es wohl nicht mehr geschafft", vermutet Kirnich.
Binnen einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle, zurück bleibt ein Schaden von geschätzten 200.000 Euro. Die 58-Jährige musste mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Spital.



















