Ordnungswache sucht verzweifelt Mitarbeiter
Aktuelles Team stöhnt unter Arbeitsbelastung, aber Aufstockung kommt nicht: Es melden sich zu wenig Beamte.

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Es steht schon lange auf dem Wunschzettel von Bürgermeister Siegfried Nagl, aber auch heuer suchte er vergeblich unterm Weihnachtsbaum: Die Aufstockung der Ordnungswache auf 36 Personen kommt nicht oder erst stark verzögert. Der Grund: Es will niemand hin, obwohl magistratsintern verzweifelt nach Neuen gesucht wird.
Es dürfte sich unter den Rathaus-Mitarbeitern herumgesprochen haben, dass der Dienst in Uniform im öffentlichen Raum nicht nur ein Zuckerschlecken ist. Überdurchschnittlich hohe Krankenstandstage sind die Folge, eine Mitarbeiterin musste sogar den Dienst ganz quittieren. Andreas Köhler, Leiter der Ordnungswache, bestätigt: "Die Anforderungen sind wohl höher, als es sich viele gedacht haben. Man darf nicht vergessen: Wir haben Leute im Team, die vorher bei der Putzkolonne, in der Straßenreinigung oder bei der Straßenmarkierung tätig waren - da ist die Umstellung nicht einfach."
Durch die vielen Krankenstände kommt das mit 18 Beamten ohnehin klein dimensionierte Team weiter unter Druck. "Im Idealfall habe ich drei Streifen, die im gesamten Stadtgebiet im Einsatz sein sollen", so Köhler. Derzeit ist man vom Idealfall aber weit entfernt.
Hoffnung Graz AG
Im Büro von Nagl weiß man von den Problemen - und verspricht einmal mehr eine Verdoppelung des Personals auf 36. Neun Beamte gäbe es, die zur Wache wechseln würden - zu wenige, um einen Ausbildungslehrgang zu starten. Die Hoffnung liegt im Haus Graz: Man will Mitarbeiter der Graz AG für die Ordnungswache gewinnen.
















