Telefonica macht Österreicher steinreich
Spanischer Telefonriese zahlt 145 Millionen Euro für heimische Internet-Telefonie-Firma Jajah.
Telefonie übers Internet kann Konsumenten speziell bei Ferngesprächen weniger arm, andere hingegen sehr reich machen - wie jene beiden Österreicher, die jetzt ihr Internet-Telefonieunternehmen Jajah für 145 Millionen Euro verkauft haben. Neuer Besitzer ist der spanische Telefongigant Telefonica, der seinen Kunden mit Jajah innovative Kommunikationsdienste anbieten will.
49 Millionen Kunden
Jajah wurde vom Salzburger Roman Scharf (38) und Daniel Mattes (36) aus Wels im Jahr 2005 aus der Taufe gehoben, heute zählt das mittlerweile in Kalifornien angesiedelte Unternehmen 100 Mitarbeiter und weltweit an die zehn Millionen Nutzer. Mit dem Aufstieg untrennbar verbunden ist der US-Investor Sequoia Capital, eine Venture-Gruppe, die in der Startphase bereits bei Google, Yahoo oder Apple mit von der Partie war. Mit Jajah hätten Nutzer von sozialen Netzwerken wie Twitter nun noch mehr Auswahl bei ihren Kommunikationskanälen, erklärt Telefonica-Chef Matthew Key. Der Kauf von Jajah sei eine aufregende Verbindung einer jungen, innovativen Firma mit einem der größten Kommunikationsanbieter der Welt. Der spanische Telekom-Riese bietet unter der Marke O2 Mobilfunk- und Breitbanddienste in Deutschland, Großbritannien, Irland etc. an. Darüber hinaus ist der mit 49 Millionen Kunden größte europäische Telekomkonzern auch in Lateinamerika sehr aktiv.
Die Nummer eins bei der Internet-Telefonie ist mit 480 Millionen Nutzern Skype. Das Unternehmen ist im September von eBay für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro an eine Gruppe von Finanzinvestoren verkauft worden.















