Grazer Grüne wollen Solarenergie-Förderung forcieren
Grüne wollen Solarenergie-Förderung forcieren, um Graz mit Warmwasser zu versorgen: "Das brächte gleich viel Energie wie die Staustufe Puntigam, käme aber billiger."

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Die erste Bürgerinformation ist über die Bühne, 2010 startet die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Staustufe Puntigam, in vier Jahren soll der Spatenstich erfolgen. Doch noch geben sich Naturschützer nicht geschlagen und kämpfen für die Rettung der Murauen.
Auch die grüne Vizebürgermeisterin Lisa Rücker stemmt sich gegen das Projekt, dessen "Energiegewinn in keiner Relation zu Kosten und Aufwand steht". Rund 87 Millionen Euro wollen Verbund und Energie Steiermark in die Staustufe Puntigam (oberhalb der Puntigamer Brücke) stecken. Die dort geplante jährliche Stromerzeugung von 74 Gigawattstunden entspreche gerade einmal dem jährlichen Stromverbrauchsanstieg in der Steiermark. Die zusätzliche Produktionsleistung sei also nach einem Jahr schon "aufgebraucht". Dafür den Naturraum zu zerstören, sei auch aus Sicht des Klimaschutzes eine Provokation, meint Rücker: "Stattdessen sollten wir endlich in die Energiewende investieren, damit Verbrauch und der Bedarf an neuen Kraftwerken nicht immer weiter steigen."
Rücker und die grüne Energie-Sprecherin Andrea Pavlovec-Meixner sähen das Geld lieber in einer Förderoffensive für Solaranlagen. Denn der Strom der Staustufe Puntigam reicht gerade für die Warmwasseraufbereitung der Grazer Haushalte: "Schaffen wir das aber mit Solaranlagen, bräuchten wir die Staustufe nicht, hätten den Stromverbrauch reduziert und das alles käme billiger." Rücker fordert die Estag auf, das Projekt mit allen Experten zu diskutieren und "es - falls wir die besseren Argumente haben - auch abzublasen."













