Steirische FPÖ mauert gegen orange Funktionäre
Kurzmann: "Wollen keine Überläufer und Opportunisten". Blaue Ausgangslage für Wahlgänge 2010 deutlich verbessert.

Foto © digiküFPÖ-Obmann Gerhard Kurzmann
"Wir wollen keine Schwimmer zwischen den Welten" und "die FPÖ braucht keine Überläufer und Opportunisten" machte der steirische FPÖ-Obmann Abg. Gerhard Kurzmann am Donnerstag die Schotten gegenüber den Orangen dicht. Dass mit der jüngsten Entwicklung die Chancen für die FPÖ bei den Gemeinderats- und vor allem bei den Landtagswahlen 2010 gestiegen sind, räumten Kurzmann & Co. freimütig ein: "Das BZÖ ist in Wahrheit Geschichte".
"Keine Zusammenarbeit" in allen Funktionärsebenen, legten sich die steirischen Blauen in einer Pressekonferenz fest. Bestenfalls die Aufnahme einfacher Mitglieder, die einst Jörg Haider in das Projekt BZÖ gefolgt waren, könne man sich vorstellen. Anfragen "auch von Mandataren" habe es für die Gemeinderatswahlen gegeben, wo mit gemeinsamen Listen "im Reißverschlussverfahren" geliebäugelt worden sei, berichtete der Grazer Stadtparteiobmann Stadtrat Mario Eustacchio. "Das schließen wir definitiv aus", sagte Kurzmann, der im Bundesvorstand für die Aufnahme des Kärntner BZÖ gestimmt hatte.
Für die bevorstehenden Wahlgänge hat sich die Ausgangslage für die steirischen Blauen deutlich verbessert: Nach Kärnten war ja die Steiermark das "Hoffnungsgebiet", die steirische Landtagswahl sei die einzige gewesen, "wo für sie eventuell was zu holen gewesen wäre", analysierte FPÖ-Landessekretär Abg. Mario Kunasek. Bei den Gemeinderatswahlen am 21. März wolle man stärker werden, für die Landtagswahl im Herbst geht Kurzmann davon aus, dass man "selbstverständlich wieder in den Landtag einziehen wird". Gerne würde man auch künftig wieder das "Zünglein an der Waage" in der Landesregierung spielen, der man ja bis 2005 angehört hatte.
Zur inhaltlichen Abgrenzung meinte Kurzmann, die unterschiedlichen Positionen von FPÖ und BZÖ seien zuletzt bei der eingetragene Partnerschaft deutlich geworden, wo die beiden steirischen Abgeordneten Gerald Grosz und Kurt List mitgestimmt hätten. Die Ablehnung einer solchen Aufweichung der Ehe sei für die Freiheitlichen eine "Flaggenfrage", betonte der Landesobmann.

















