Magna produzierte neuen Mini-Prototypen
Magna hat in Graz für die BMW Group einen Prototypen entwickelt, der auf der Detroit Motor Show Lust auf ein neues Mini-Modell machen soll. Ob der angespannten wirtschaftlichen Lage ruhen nun alle Hoffnungen auf dem Allrad-Mini.

Foto © Stuhlhofer/Wolf
Bei Magna-Steyr ist die Situation angespannt. Die Krise zeigt Wirkung. Der BMW X3, der den Grazern über Jahre volle Montagebänder bescherte, ist ein Auslaufmodell, Chrysler und Saab ziehen ab, Porsche stornierte den Auftrag. Der eben erfolgte Serienanlauf eines Peugeot-Sportcoupes lindert den Schmerz etwas, der Aston Martin bringt Image - aber kein Volumen. So ruhen die Hoffnungen derzeit auf dem Allrad-Mini, der ab Sommer montiert wird. Die Markteinschätzungen liegen deutlich über 50.000 Stück pro Jahr, wobei der Mini wie der X3 zu einem weiteren Glücksfall für Magna werden könnte - da lässt man sich gerne überraschen.
Appetitanreger
Wird der Mini-SUV made by Magna im März am Genfer Salon seine Weltpremiere feiern, wenden sich die Mini-Macher und ihre Grazer Partner aber schon in vier Wochen mit einer neuen Idee an die Öffentlichkeit. "Mini Beachcomber Concept" nennt sich der bei Magna entwickelte und gebaute Prototyp, der in Detroit als Appetitanreger seinen Auftritt haben wird. Die spektakuläre Studie erinnert an den legendären Mini Moke, den die Briten in den sechziger Jahren ursprünglich für den militärischen Einsatz konzipiert hatten, dann aber als puristisches Strand-Mobil Kultstatus erlangte.
Das allradangetriebene, fahrbereite Beachcomber Concept ist quasi eine Neuinterpretation: höher gestellt und vier Meter lang, verzichtet das viersitzige Spaßmobil auf Türen und Dach, es gibt flippige Farben, wetterfeste Sitze und ein Stoffverdeck. Jetzt wartet die BMW-Tochter einmal die Publikums-Reaktionen ab: Sollte es tatsächlich grünes Licht geben, könnte den Grazern ein weiterer Mini-Auftrag winken.
















