Zank der steirischen Tierschützer
Zwei Projekte, ein ähnlicher Name: Tierschützerin Probst fürchtet um ihr Lebenswerk. Sie hat das Projekt "Tierschutz im Unterricht" jahrzehntelang aufgebaut, nun bereitet ihr ein Projekt mit ähnlichem Titel Sorgen.

Foto © AP/Sujet
Die steirische Parade-Tierschützerin Charlotte Probst sieht ihr Lebenswerk in Gefahr. "Ich habe das Projekt ,Tierschutz im Unterricht' jahrzehntelang aufgebaut, doch neuerdings macht uns ein Projekt mit ähnlichem Titel große Konkurrenz." Es geht um den Verein "Tierschutz macht Schule", dessen Präsident der ehemalige Leiter des Schönbrunner Tierparks, Helmut Pechlaner, ist. Wegen der Ähnlichkeit der Namen befürchtet Probst Nachteile für ihr Lehrerausbildungsprogramm.
Tier-Mensch-Beziehungen
"Viele Lehrer werden sagen: ,Ich hab' das schon', und uns absagen." Sie stellt deshalb die Unterschiede klar: "Mein Projekt hat zum Ziel, durch Gastlehrer die Empfindsamkeit der Kinder gegenüber schwächeren Geschöpfen zu wecken. In der Akademie für Tier-Mensch-Beziehungen werden diese Gastlehrer entsprechend ausgebildet. Pechlaners ,Tierschutz macht Schule' dagegen stellt Broschüren her. Nicht mehr."
Und nicht weniger. Marie-Helene Scheib, Geschäftsführerin von "Tierschutz macht Schule", bedauert Probsts Sorge. "Es ist Platz für zwei Organisationen. Wir produzieren seit 2006 Unterrichtsmaterial, stehen in Kontakt zu Tierschutzombudsmännern, Landesschulräten und Unterrichtsministerium und wurden entsprechend dem Tierschutzgesetz gegründet. Wir sehen uns als Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit."
Apropos Wissenschaft. Da hat Probst einen Meilenstein zu vermelden. "Meine Ausbildung für Pädagogen im Rahmen der Akademie für Tier-Mensch-Beziehungen wird nun ein Uni-Lehrgang." Probst hat für die Tierwelt bereits in den Achtzigern viel erreicht. Seit damals ist das Tier per Gesetz keine Sache mehr.

















