Grazer Johannes Schauer promovierte an der TU sub auspiciis
Promotio sub auspiciis praesidentis" - nicht nur für den Kandidaten ist es ein außergewöhnlicher Tag, wenn Bundespräsident Heinz Fischer eigens aus Wien anreist, um der Promotion beizuwohnen.

Foto © TU Graz/FranklDer Grazer Johannes Schauer erhielt vom Bundespräsidenten Heinz Fischer den Ehrenring zur Promotion
Am 10. Oktober war es so weit: Der gebürtige Grazer Johannes Schauer erhielt für seine außergewöhnlichen Studienleistungen erst am Gymnasium Kirchengasse und dann an der Technischen Universität Graz diese Auszeichnung. Nicht nur die Familie und Freunde waren zu dem Anlass in die Aula der TU Graz gekommen - auch Landeshauptmann Franz Voves und hohe Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft waren anwesend.
"Bei mir hat es sich relativ früh abgezeichnet, dass ich Mathematik studiere", sagt der Grazer. Ihn fasziniert, dass man mit mathematischem Handwerkszeug "Probleme auf den Punkt bringen und sie dann auch lösen kann". Seine Dissertation an der Technischen Universität Graz hat er auf einem theoretischen Gebiet verfasst (Aspekte der Wahrscheinlichkeitstheorie). Dabei spielten auch Vorgänge aus dem Aktienhandel eine Rolle. Dass mathematische Theorien am Finanz-Desaster schuld sind, glaubt Schauer aber nicht.
Den Grazer interessiert die angewandte Mathematik, speziell die Statistik. So hat er sich damit beschäftigt, die Autoherstellung zu optimieren, indem man den Fertigungsprozess mit statistischen Methoden untersucht. Ist man als "Sub-auspiciis-Absolvent" ein Streber? Schauer lacht herzlich darüber: "Ach, das würde gar nicht funktionieren. Man nimmt sich das ja nicht vor, das ergibt sich. Mich hat immer die Neugier und die Freude am Fach angetrieben."
Landschaftsfotografie ist sein Hobby, und dafür ist ihm kein Weg zu weit: "Ich suche mir bei meinen Reisen Ziele, die landschaftlich etwas hergeben wie etwa Island oder Neuseeland."
Features
Sub Auspiciis
Die Promotion "sub auspiciis" ist eine Besonderheit Österreichs, die in der Monarchie eingeführt wurde. Etwa zehn Kandidaten gibt es pro Jahr in Österreich.
Voraussetzung für die Ehrung sind Vorzüge in der Oberstufe, Auszeichnung bei der Matura, alle Uni-Prüfungen und -arbeiten mit "Sehr gut", tadelloser Lebenswandel.


















