Gilligan ist vom Zwischentief nicht überrascht
Für Trainerfuchs Gilligan war schon immer klar, dass seine Mannschaft nicht das Topteam der Liga ist. Die aktuelle Phase sei ganz normal, auch wenn die letzten drei Niederlagen nicht zwingend waren.

Foto © GEPABill Gilligan
Es ist eine in dieser Saison ungewohnte Situation für die 99ers: Im Heimspiel gegen Laibach stehen die Grazer nach drei Ausrutschern bereits ein wenig unter Zugzwang. Gegen den Tabellenvorletzten muss schon fast ein Sieg her, damit sich das Zwischentief nicht in eine richtige Krise auswächst. Doch Vorsicht - Laibach hat zwar zuletzt in Salzburg eine 0:6-Schlappe hinnehmen müssen, davor aber vier Mal in Serie gewonnen.
Vor diesem richtungsweisenden Match nimmt der 99ers-Trainer Stellung. Bill Gilligan über. . .
. . .die jüngsten Niederlagen:
Wir waren in allen drei Spielen nicht schlecht, hätten immer gewinnen können. Gegen den KAC hätten wir meiner Meinung nach sogar gewinnen müssen. In Wien haben wir als bessere Mannschaft zu hoch verloren und gegen Zagreb waren wir nicht überragend, aber auch nicht schlechter, als der Gegner. Das große Problem ist momentan die Chancenauswertung und dass wir dem Gegner die Tore schenken.
. . .die beiden Gegentreffer in dem Graz-Powerplay gegen Zagreb:
Da sind einige individuelle Fehler hintereinander passiert. Rückschlüsse kann man daraus keine großen ziehen. Der zweite, über das ganze Spielfeld geschossene Shorthander zum 2:4 war ein reiner Zufallstreffer. Den kann der Zagreb-Verteidiger noch 100, nein, 500 Mal probieren - er wird ihm nie mehr so gelingen.
. . .die Kräfteverhältnisse:
Für mich kommt das kleine Tief nicht ganz überraschend, mir war schon vorher klar, dass wir nicht die beste Mannschaft der Liga sind. KAC, Wien und Salzburg sind nach wie vor über uns zu stellen und kommen auch in Schwung. Auch weil sie bis auf den KAC schön langsam wieder komplett spielen können. Das macht es viel härter für uns.
. . .Phasen im Eishockey:
Fast allen Mannschaften geht es da gleich. Du spielst gut, dann kommt das Selbstvertrauen, die Zufriedenheit, gefolgt von Überheblichkeit und am Ende der Rückfall in die Realität. Dort sind wir jetzt. Da musst du hart arbeiten, den Erfolg wieder erzwingen - dann geht es von vorne los.
. . .die Torhüter-Frage:
Weinhandl hat ein blödes Tor gegen Zagreb bekommen, aber deswegen stelle ich noch keinen in Frage. Jeder macht Fehler.
. . .das Spiel gegen Laibach:
Es wird hart, Laibach kämpft um das Play-off und hat zuletzt oft sehr stark gespielt. Vor allem auf Topscorer Frank Banham müssen wir aufpassen. Dem dürfen wir keine Räume geben und nur wenig Powerplay-Möglichkeiten.













