Großer Flashmob in der Grazer Innenstadt
Jubel auf Knopfdruck und andere Spaß-Aktionen: Rund 60 Teilnehmer eines Flashmobs sorgten am Dienstag in Graz für Verwirrung.
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Jubel am Grazer Hauptplatz. Rund 60 Personen deuten begeistert in den bewölkten Himmel. Plötzlich ein Aufschrei. Panik bricht aus. Die Gruppe flüchtet schreiend. Und mit ihnen auch gleich ein paar erschrockene Passanten. "Was war da? Ich hab nichts gesehen", meint eine erschöpfte Dame nach dem Sprint. Die Antwort: nichts. Sie wurde nur gerade Opfer eines Flashmobs.
Am Dienstag fand in der Grazer Herrengasse die bisher größte Aktion dieser Art statt. "Es geht uns nur um den Spaß", erklären die Organisatoren Andreas Wölkhart, Eva Tutsch und David Anderhuber. Das Prinzip: Über die Internetplattform Facebook verabreden sich Personen, die sich großteils nicht persönlich kennen, zu sinnlosen Aktionen. Und stiften dabei ordentlich Verwirrung.
Es geht weiter: Zielstrebig schlängeln sich die Mobber, die sich zu einer rund 50 Meter langen Kette aufgereiht haben, durch die Herrengasse und lassen dabei die Regenschirme tanzen. Im Gefolge: Verwirrte Passanten, die schnell die Handys zücken, "um die Verrückten zu filmen". Einzig die Straßenbahnfahrer kennen kein Erbarmen. Gnadenlos und von einem Dauerklingeln begleitet durchbrechen sie den Entenmarsch.
Zehn Minuten später. Erneuter Jubel bricht aus. Diesmal gilt er aber einer einzigen Person. Ein junger Mann, der gerade eben aus einem Geschäft kommt, wird als Star gefeiert. Die Fotoapparate blitzen. Mit einem lauten "Danke" ist der Flashmob-Spuk beendet. Es kehrt Ruhe ein. Eines versprechen die Mobber aber noch, bevor sie in der Menge verschwinden: "Wir schlagen wieder zu." Das Wann und Wo bleibt aber ihr Geheimnis.
Features
Fakten
Ein Flashmob (übersetzt: Blitzlauf) ist ein scheinbar spontaner Menschenauflauf, bei dem Personen einer sinnlosen Tätigkeit nachgehen.
Die Teilnehmer verabreden sich über das Internet. Flashmobs finden seit 2003 weltweit statt.





















