Rassismus im Alltag steigt
Menschenrechtsbericht zeigt: Afrikaner und Muslime sind im öffentlichen Raum Diskriminierung ausgesetzt.

Foto © APA/Sujet
Keine gute Botschaft, der nicht ein ,Aber' folgt. Grundsätzlich befindet sich die Stadt Graz in Sachen Menschenrechte auf dem richtigen Weg, befinden Wolfgang Benedek und Klaus Starl vom Menschenrechtsbeirat. Aber: "Es gibt einige Problemfelder."
Der Alltagsrassismus gegenüber Afrikanern und Muslimen nimmt wieder zu: Noch immer werden Afrikaner in Gasthäuser oder Discotheken nicht eingelassen; noch immer kann man einen Ausländer als Taxifahrer ablehnen; noch immer gibt es Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt; und noch immer werden Ausländer auf Plätzen oder in Bussen beschimpft. Dazu kommt: Auch zwischen ethnischen Gruppen tritt vermehrt Rassismus auf.
Die Gründe dafür? "Die Ängste nehmen in der Krise zu. Für den Einzelnen wird es einfach härter", so Benedek. Sein Kollege Starl spricht von "einer starken Ethnisierung von Konflikten, die eigentlich rein soziale Konflikte sind."
Für Verstimmung sorgte die Abwesenheit der schwarz-grünen Regierung bei der Präsentation des Menschenrechtsberichtes. Sozialstadträtin Elke Edlinger war der Einladung gefolgt, Sigi Binder (Grüne) ließ sich entschuldigen wie auch Bürgermeister Siegfried Nagl.
















-Anzeigen


