GAW-Gruppe: Die Krise glatt umschifft
Nicht ohne Turbulenzen ging das Jahr 2008 im Technologie-Konzern GAW vorüber. Die Aufträge kommen dennoch reihenweise herein.

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Ohne öffentliche Hilfestellung und ohne tiefe Kratzer hat die GAW-Gruppe (Grazer Armaturen Werk) das schwierige Jahr 2008 hinter sich gebracht. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009/10 heuer im März zeigen alle Indikatoren nach oben. Schlecht ging es dem Unternehmen seit 1974 nie, "jedes Jahr wurden Gewinne geschrieben", sagt Unternehmens-Chef Jochen Pildner-Steinburg. Er ist auch Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark. Dieser Job ist zeitaufwendig, Pildner-Steinburg hat daher Agenden im Familienbetrieb innerhalb der Familie abgegeben und weiß, dass der Schritt ein guter war: "Die Kontinuität im Management ist so gesichert."
Mit den Gewinnen "bauen wir Eigenkapital auf, sind liquid, können somit im Einkauf viel Geld sparen", sagt Pildner-Steinburg. Naja, das Jahr 2008 wurde zwar ohne Kurzarbeit überstanden, aber Staub aufgewirbelt hat der Abbau von 20 Mitarbeitern im Werk Eisenerz doch. Jetzt wird Eisenerz auf Recycling-Technologien umgebaut, solcherart gesichert, "35 bis 40 Mitarbeiter sollten dann schon beschäftigt sein".
In der Gruppe hat die GAW weltweit mehr als 700 Mitarbeiter, an die 350 davon arbeiten in Österreich (150 bei der GAW in der Steiermark, 180 bis 200 bei Kresta in St. Andrä in Kärnten). Insgesamt umfasst die Gruppe 21 Firmen, der Schwerpunkt liegt im Anlagenbau. 170 Millionen Euro Umsatz werden im laufenden Geschäftsjahr erzielt. Das Stärkefeld ist die Lieferung von Anlagen für die Papierindustrie.
In diesem Segment ist China ein wichtiger, stabiler Markt, "unser Lebensnerv". Überhaupt spielt Asien (China, Südkorea, Indien) eine große Rolle. So gibt es heute für den Chef und die Manager der GAW keinen Fenstertag, Vertriebs-Chef Peter Stuffer kehrte aus China zurück, eine Reihe von Projekten muss besprochen werden. Die Aufträge aus China, viele wurden von den Kunden zeitlich aufgeschoben, müssen jetzt in verkürzter Frist abgearbeitet werden.
Pläne für die Zukunft? Die Zeit für selektive Firmenzukäufe im Bereich der Technologie ist jetzt richtig, meint Pildner-Steinburg, expandiert wird in nächster Zeit über Recycling- und Bio-Technologien, "konkret wird schon verhandelt".

















