Jüdische Friedhöfe von Verfall bedroht
Für die Sanierung des Jüdischen Friedhofs in Graz fehlt Geld, weil der Bund säumig ist.

Foto © KLZ Digital/Erwin ScheriauScgolz und Vollath bemühen sich um Sanierung Jüdischer Friedhöfen
Fünf jüdische Friedhöfe gibt es in der Steiermark, der größte davon befindet sich in Graz. Bei allen zeigt sich das gleiche Bild: Gräber verfallen, Friedhofsmauern wie in Graz sind einsturzgefährdet. Auf Grund von Vertreibung und Shoah gibt es keine Nachkommen mehr, die die Friedhöfe betreuen könnten. Die Israelische Kultusgemeinde Graz (IKG) zählt nur noch 120 Mitglieder und kann die Kosten für die Schäden nicht tragen. Eigentlich zuständig ist der Bund, der sich im Washingtoner Abkommen zu Restauration und Erhalt der jüdischen Friedhöfe in Österreich verpflichtet hat. Das war vor neun Jahren, Geld ist seither aber nie geflossen. SP-Kulturlandesrätin Bettina Vollath und IKG-Vizepräsident Anthony Scholz luden Experten zu einer Tagung nach Graz und drängen den Bund, eine Lösung zu erarbeiten. Vollath: "Es muss Bewegung in die Sache kommen." Allein für den Grazer Friedhof fehlen 170.000 Euro für die Sanierung.














