Netzbetrüger locken mit falschen Wohnungsinseraten
Eine schöne Wohnung zu einem tollen Mietpreis? Ist ein plumper Betrugsversuch, wenn vorab eine Kaution nach England überwiesen werden soll, warnt die Arbeiterkammer.

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Über ein Inserat auf willhaben.at ist ein Oststeirer auf eine Grazer Wohnung gestoßen. Der Haken dabei: Die Frau, die das günstige Mietobjekt anbietet, befindet sich in Liverpool und verlangt eine Kaution über Western Union, um Schlüssel und Vertrag zu übermitteln. Da das Mail über einen Googlemail-Account einging, wandte sich der Steirer an die Arbeiterkammer um Rat.
Bettina Schrittweiser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, warnt eindringlich davor, auf solche Forderungen einzugehen oder eine Zahlung zu leisten. "Das überwiesene Geld sieht man nie mehr wieder, weil die angebotenen Wohnungen nicht existieren oder jemand anderem gehören." Lockinserate, wo der vermeintliche Vermieter im Ausland weilt und vorab zwei Monatsmieten verlangt, sind auch in anderen Landeshauptstädten bekannt.
Vor wenigen Jahren wurden Betrugsversuche noch mit Mehrwert-Nummern probiert. In Zeitungsinseraten wurde eine angeblich 70 m² große Grazer Innenstadtwohnung mit 6 m² Balkon um wohlfeile 311 Euro beworben. Unter der angegebenen Handy-Nummer meldete sich eine Firma, die für eine ordentliche Beratung auf eine kostenpflichtige Hotline verwies. "Ähnliche Versuche werden auch bei Privatanzeigen für einen Kfz-Verkauf gestartet", weiß Schrittwieser. Daher sollten KonsumentInnen nicht alles glauben, was angeboten wird.

















